Janet Yellen - DER SPIEGEL
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Fotostrecke Die designierte Fed-Chefin Janet Yellen

Vom kommenden Jahr an wird Janet Yellen die mächtigste Frau der Weltwirtschaft sein: US-Präsident Obama hat die 67-Jährige als neue Chefin der US-Notenbank Fed nominiert. Damit wird sie die erste Frau an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt.
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Janet Yellen ist seit 2010 Vizechefin der Federal Reserve, von Januar an wird sie an der Spitze der US-Notenbank stehen. Die profilierte Ökonomin tritt nach Jahrzehnten aus dem Schatten ins Rampenlicht der Weltöffentlichkeit.

Foto: Mark Lennihan / AP
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Die heute 67-Jährige bringt viel Erfahrung mit. Sie studierte an Eliteuniversitäten wie Harvard, Yale, MIT und Berkeley und diente in den neunziger Jahren dem damaligen Präsidenten Bill Clinton als Wirtschaftsberaterin. Auf dem Foto steht sie neben dem damaligen Finanzminister Robert Rubin und Vizepräsident Al Gore.

Foto: © Reuters Photographer / Reuters
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2004 wurde Yellen Regionalchefin der Federal Reserve Bank in San Francisco und Mitglied im Offenmarktausschuss, der die Zinspolitik bestimmt. Sie gilt als Arbeitsmarktexpertin, die in ihren wissenschaftlichen Arbeiten stets versuchte, die Menschen hinter den Zahlen zu sehen: "Das sind für mich nicht nur Statistiken", sagte sie jüngst über die Arbeitslosigkeit. "Die Folgen für die geistige und physische Gesundheit sind einfach zu schrecklich."

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2010 ernannte US-Präsident Obama Yellen zur Vizepräsidentin der Fed. Auf dem Foto schwört sie vor dem Notenbank-Präsidenten Ben Bernanke den Amtseid. Im Januar tritt sie die Nachfolge des langjährigen Fed-Chefs an.

Foto: © Ho New / Reuters
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Yellen ist dafür bekannt, sich für bessere Kommunikation und Transparenz zu engagieren, auch innerhalb der Notenbank. Schon als sie von 1994 bis 1997 erstmals im Fed-Board saß, versuchte sie, alte Dogmen und Hierarchien aufzubrechen. Etwa indem sie in der Cafeteria mit den Angestellten aß - eigentlich ein Tabu für die Führungsriege. Durch ihre langjährige Erfahrung hat sie gute Verbindungen in der Finanzwelt, auf dem Foto lacht sie gemeinsam mit Christian Noyer, Chef der französischen Zentralbank.

Foto: © Toru Hanai / Reuters/ REUTERS
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Yellen - auf dem Foto mit Alan Blinder, der 2010 ebenfalls in das Fed-Board berufen wurde - ist dafür verantwortlich, dass die US-Notenbank sich heute offener zeigt als früher und ihre Inflationsziele und Zinsprojektionen offenlegt. Auch die vierteljährlichen Pressekonferenzen, die der Fed-Vorsitzende seit 2011 abhält, kamen unter ihrer Regie zustande.

Foto: © STR New / Reuters
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Ben Bernanke, Janet Yellen und Elizabeth Duke bei einem Treffen des Fed-Boards in Washington. Die künftige Notenbankchefin Yellen ist für ihre Treffsicherheit bekannt: Die Vorhersagen der Ökonomin treffen meistens zu, egal ob es um das Thema Wachstum, Arbeitsmarkt oder Inflation geht. In einer Treffsicherheitsanalyse des "Wall Street Journal" von mehr als 700 Prognosen seit 2009 lag Yellen jüngst auf Platz eins aller 14 Notenbanker. Ben Bernanke landete auf Platz fünf.

Foto: Charles Dharapak / AP
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Ursprünglich galt der frühere US-Finanzminister Lawrence Summers als aussichtsreichster Kandidat für den Posten des Fed-Chefs. Summers hat - anders als Yellen - einen guten Draht ins Präsidialamt. Allerdings war der Wirtschaftsprofessor von etlichen Senatoren scharf angegriffen worden, weil er in den neunziger Jahren die Deregulierung der Finanzmärkte zu forsch vorangetrieben habe. Summers zog daraufhin seine Kandidatur Anfang September überraschend zurück.

Foto: LARRY DOWNING/ REUTERS
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Die designierte Notenbankchefin gilt als Unterstützerin der ultralockeren Geldpolitik, mit der die Federal Reserve in den vergangenen Jahren gegen die Folgen der Wirtschaftskrise ankämpfte - die Märkte reagierten auf die Nominierung entsprechend gelassen. Kritiker der internen Nachfolgelösung meinen allerdings, der Notenbank hätte etwas frischer Wind nach den Krisenjahren gutgetan.

Foto: Eugene Hoshiko/ AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?