Japan: Krankmachende Katastrophe - DER SPIEGEL
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Japan Krankmachende Katastrophe

Sie sind bedroht von Radioaktivtät, müssen Evakuierung und Lagerkoller bewältigen: Selbst wer in Japan die Katastrophe überlebte, leidet psychisch. Experten verzeichnen Essstörungen bei Kindern, Depressionen - und die Erdbebenkrankheit greift um sich.
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Kinder in einer Notunterkunft in Onagawa: Psychologen vor Ort haben darauf hingewiesen, dass viele Kinder Anzeichen von "mentaler Instabilität" aufwiesen.

Foto: Dai Kurokawa/ dpa
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Den Kindern in den Notunterkünften fehlt es vor allem an Beschäftigung. Nur selten kommen freiwillige Helfer wie hier in Sendai, um mit den Kindern zu spielen...

Foto: Sergey Ponomarev/ AP
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...und sie von ihrer Not abzulenken.

Foto: Kimimasa Mayama/ dpa
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Einige der Kinder leiden unter Essstörungen. Andere wirken abwesend.

Foto: Sergey Ponomarev/ AP
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Unterricht gibt es ebenfalls nur notdürftig - mit den wenigen Utensilien, die die Familien aus ihren Häusern mitnehmen konnten.

Foto: Kimimasa Mayama/ dpa
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Opfer der Tsunami-Katastrophe auf der Suche nach ihren Habseligkeiten. Wie bewältigen Menschen in Japan das unvorstellbare Desaster? Experten fürchten tiefgreifende seelische Folgeschäden.

Foto: Sergey Ponomarev/ AP
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Die japanische Polizei hat im näheren Umkreis des zerstörten AKW Fukushima mit der Suche nach Opfern der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom 11. März begonnen.

Foto: Hiro Komae/ AP
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Rund 300 Männer sind an der Aktion beteiligt. Es ist das erste Mal, dass sie bei der Suche in ein Gebiet im Umkreis von zehn Kilometern um das AKW vordringen.

Foto: Hiro Komae/ AP
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In Minami Soma steht das Leben seit der Naturkatastrophe vom 11. März still. Der Ort liegt innerhalb des Sperrgebiets um das AKW Fukushima. Auch hier suchen Polizisten nach Leichen.

Foto: Hiro Komae/ AP
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Weil Krematorien der Brennstoff ausging, mussten viele Tote in Massengräbern beerdigt werden. Rund 300.000 Menschen leben noch in Notunterkünften, in denen es oft am Nötigsten fehlt.

Foto: Dai Kurokawa/ dpa
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Demonstranten vor der Tepco-Zentrale in Tokio: Rund 20 AKW-Anwohner haben am Mittwoch ihrem Zorn Luft gemacht. Sie protestierten und forderten nachdringlich einen Ausgleich für ihren Verdienstausfall. "Ich kann nicht arbeiten, und das bedeutet, ich habe kein Geld", sagte der Automechaniker Shigeaki Konno. Er lebte elf Kilometer vom Atomkraftwerk Fukushima Daiichi entfernt.

Foto: TORU YAMANAKA/ AFP
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Küste bei Namie, sechs Kilometer vom Atomkraftwerk Fukushima Daiichi entfernt: Experten glauben, dass die Evakuierungszone rund um die Atomruine Fukushima I in den nächsten Jahren nicht bewohnbar sein wird.

Foto: Athit Perawongmetha/ Getty Images
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Atomruine Fukushima I: Zehntausende Menschen mussten wegen der Strahlung um das AKW ihre Heimat verlassen.

Foto: REUTERS/ TEPCO
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Tonnen an Trümmern der Reaktorgebäude wurden durch die Wasserstoffexplosionen in die Luft katapultiert und landeten auf dem Gelände verteilt wieder auf dem Boden - kontaminiert mit radioaktiven Partikeln.

Foto: REUTERS/ TEPCO
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Die Atomruine Fukushima I ist eine einzige Baustelle, die To-do-Liste der Tepco-Männer lang. Ein Ziel haben die Arbeiter, es ist schnell formuliert: Es muss ihnen gelingen, den Austritt von radioaktiven Substanzen ein für alle Mal zu stoppen.

Foto: REUTERS/ TEPCO
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Die Stadt Minamisanriku, ebenfalls in der Präfektur Miyagi, gilt als einer der am schwersten getroffenen Orte des Landes. Von vielen Gebäuden blieben nur die Fundamente stehen, das Haus im Vordergrund wurde von den Wassermassen des Tsunamis aus den Verankerungen gehoben und mitgeschwemmt.

Foto: Sergey Ponomarev/ AP
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In Minamisanriku holt eine Frau Wasser aus einem Brunnen. Große Teile der Bevölkerung in den am schwersten betroffenen Gebieten haben ihre Häuser, teils ihr ganzes Hab und Gut, verloren.

Foto: YASUYOSHI CHIBA/ AFP
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Betroffene werden in Kamaishi, Präfektur Iwate, in Notunterkünften untergebracht. Um den Menschen ein Mindestmaß an Privatssphäre zu bieten, ist diese Turnhalle in "Räume" unterteilt. Zeltbahnen trennen diese voneinander.

Foto: KAZUHIRO NOGI/ AFP
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Gigantisches Fundbüro: Ein Mann sucht in einer Notunterkunft nach persönlichen Gegenständen, die aus den Trümmern geborgen wurden.

Foto: KIM KYUNG-HOON/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?