Japan Rekord-Sprinter Hidekichi Miyazaki
Er trug den Spitznamen "Golden Bolt" und fing erst mit Anfang 90 mit dem Sprinten an: Hidekichi Miyazaki ist am Mittwoch im Alter von 108 Jahren verstorben. Das gab ein japanischer Sportfunktionär aus Miyazakis Heimat am Freitag bekannt.
Miyazaki hatte es vor drei Jahren mit einem 100-Meter-Lauf in 42,22 Sekunden in seiner Heimatstadt Kyoto ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Für seine Altersgruppe, die Klasse der über 105-Jährigen, hatte zuvor keine Bestmarke existiert.
Miyazaki ließ sich für seine Leistung gebührend feiern.
Diese Pose kennt man aus den großen Stadien der Welt: Miyazaki jubelt wie Usain Bolt, sein großes Vorbild.
Der achtmalige Olympiasieger Bolt, dessen Weltrekord über 100 Meter bei 9,58 Sekunden steht, hatte Miyazaki für seine Leistung Respekt gezollt: "Hut ab vor dem 105-jährigen Hidekichi Miyazaki", twitterte Bolt damals.
Miyazaki war schon länger eine bekannte Größe bei Seniorenwettkämpfen. Hier freute er sich 2014 mit seiner Tochter Kiyono (r.).
Miyazaki (hier beim Start 2014) selbst war mit seiner damaligen Weltrekord-Leistung jedoch überhaupt nicht glücklich gewesen. "Ich bin eigentlich gar nicht zufrieden mit der Zeit", sagte er unmittelbar nach dem Zieleinlauf. "Mir sind während des Rennens sogar Tränen in die Augen gestiegen, weil ich so langsam war."
Außerdem habe er am Anfang den Startschuss nicht richtig gehört. "Kann sein, dass ich doch ein wenig alt werde."