Japan: Tattoos - Körperkunst mit Stigma - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Tattoos in Japan Körperkunst mit Stigma

Tätowierungen sind in Japan seit 1948 nicht mehr verboten. Verpönt sind sie immer noch - und das ändert sich erst langsam.
1 / 12

Als sich Mana Izumi ihr erstes Tattoo stechen ließ, war sie 18 Jahre alt. Inzwischen ist die frühere Pornodarstellerin 29 Jahre alt - und zahlreiche Tattoos erstrecken sich über ihren Körper. "Ich mag es, ein bisschen anders zu sein."

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
2 / 12

"Als meine Mutter zum ersten Mal mein Tattoo sah, brach sie in Tränen aus", sagt Izumi. "Ich dachte, mein Vater würde mich umbringen."

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
3 / 12

Es sei erbärmlich, wie Tätowierte in Japan diskriminiert würden, sagt die 29-Jährige. Hier lässt sie sich einen Aztekenschädel auf ein Bein tätowieren.

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
4 / 12

"Die Leute denken vielleicht, dass ich ein bisschen gruselig aussehe, aber ich bereue die Tattoos nicht", sagt Izumi. "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mich irgendjemandem erklären muss."

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
5 / 12

Hirotaka Yamakawa ist Friseur - und stark tätowiert. Bis 1948 waren Tätowierungen in Japan nicht erlaubt, erst amerikanische Besatzer hoben das Verbot auf.

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
6 / 12

Noriyuki Katsuta ist Tätowierer und Mitglied der Initiative "Save Tattooing in Japan". Er schätzt, dass etwa 500.000 bis eine Million Japaner Tattoos haben.

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
7 / 12

Manchem Tätowierer missfällt die Vorstellung, sein Job könnte ein legitimer Beruf werden. "Tätowierungen sollten einen Hauch von Gesetzlosigkeit haben", sagt Horiyoshi III (r.).

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
8 / 12

Tätowierkünstler H:K zeigt seine Tattoos in einem Studio in Tokio. Viele Japaner würden bei Tattoos an die Yakuza denken, anstatt die Schönheit der Kunstform zu bewundern, sagt der Buchautor Brian Ashcraft ("Japanische Tattoos: Geschichte, Kultur, Design"). "Bis sich das ändert, wird das Tätowieren in einer Grauzone fortbestehen."

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
9 / 12

Tätowierungen haben in Japan eine lange Tradition, werden aber häufig mit der Mafiaorganisation Yakuza assoziiert und können ein Stigma sein. Hier zeigt der Tattookünstler Horitatsu seinen Körperschmuck.

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
10 / 12

Horiyoshi III sticht seinem Kunden Kazuhide Okumura in Yokohama ein großflächiges Tattoo.

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
11 / 12

Kyono ist Büroangestellter - und sein Körper ein Kunstwerk. Menschen mit Tattoos wird in Japan oft der Zutritt zu öffentlichen Schwimmbädern, Stränden und Fitnessstudios verweigert. Sichtbare Tätowierungen können die Chance auf einen Arbeitsplatz beeinträchtigen.

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
12 / 12

Yuki ist Model - und ebenfalls großflächig tätowiert. Buchautor Ashcraft zufolge beruht ein Großteil der Vorbehalte gegen Tattoos in der uralten konfuzianischen Vorstellung, dass die Verunstaltung des von den Eltern geerbten Körpers respektlos ist.

Foto: BEHROUZ MEHRI/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?