Japans Katastrophe Kein Ende des Elends in Sicht
"Ich möchte mich nochmals zutiefst dafür entschuldigen": Tepco-Chef Masataka Shimizu reist am Montag erstmals in die Katastrophenregion Fukushima.
Ihre Heimat liegt in Trümmern: In Natori, in der Präfektur Miyagi, gedenken Menschen der Opfer vom 11. März.
Um 14.46 Uhr Ortszeit schweigen die Menschen im ganzen Land, wie hier in der Stadt Miyako in der Präfektur Iwate.
In den 2300 Notunterkünften, in Büros und Geschäften in Tokio und anderen Großstädten, auf Straßen und Plätzen erinnern sich die Japaner an die Katastrophe.
Diese Familie betet an einem Grab in der Stadt Ishinomaki in Miyagi. Insgesamt wird von 28.000 Toten ausgegangen.
Eine Familie, die immer noch die Großmutter und die Urgroßmutter vermisst, stellte in Ishinomaki Kerzen, Obst und Blumen zum Gedenken an die Opfer auf.
Leute legen Blumen vor einer durch den Tsunami verwüsteten Grundschule in Ishinomaki nieder.
Ein buddhistischer Mönch betet auf einem Friedhof in Higashimatsushima für die Opfer.
Tepco-Techniker in einem Kontrollraum: Schon wieder hat ein schweres Nachbeben den Norden Japans erschüttert. Durch die Erdstöße brach die Stromversorgung in der Atom-Ruine kurzfristig zusammen. Von diesem Raum aus steuern Techniker die Kräne mit den Pumpen, die für die Wasserkühlung eingesetzt werden.
Barrieren vor dem AKW sollen verhindern, dass kontaminiertes Wasser ins Meer fließt.
Ein ferngesteuerter Bagger entfernt Trümmer auf dem Kraftwerksgelände.
Auch Mitglieder der Streitkräfte hielten bei einer Schweigeminute inne.
Im Organisationszentrum der Katastrophenhelfer in der schwer getroffenen Stadt Sendai legten die Einsatzkräfte eine Schweigeminute ein, um der Opfer zu gedenken.
In den Notunterkünften beteten die Menschen gemeinsam.
Diese Mutter und ihre Kinder beten für ihre bei der Katastrophe gestorbenen Angehörigen.
Vielerorts, wie hier in Kesennuma, herrscht auch einen Monat nach der Katastrophe die totale Verwüstung.
Ein Mann verbeugt sich vor den Trümmern in der Hafenstadt Kesennuma.
Luftaufnahme von einer amerikanischen Drone: Dieses Bild zeigt das Ausmaß der Zerstörung in Reaktorblock 4.
Der schwer in die Kritik geratene Chef des Atombetreibers Tepco, Masataka Shimizu, wollte am Montag in die Provinz Fukushima fahren, um sich bei der Provinzregierung zu entschuldigen. Shimizu hatte sich zwei Tage nach Beginn der Katastrophe offiziell wegen Unwohlseins zurückgezogen und war seitdem nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen. Dafür wurde er scharf kritisiert.
Die Kirschblüte hat begonnen - doch bis die Folgen der Katastrophe beseitigt sind, wird es noch lange dauern.