Jennifer Hudson Triumph und Tragödie
Jennifer Hudson: Die 27-jährige Schauspielerin und Sängerin wurde durch die Teilnahme an der Talentshow "American Idol" bekannt und spielte in der Serie "Sex and the City" mit.
Am 25. Februar 2008 gewann Hudson einen Oscar als beste Nebendarstellerin im Film "Dreamgirls". Ein Moment des Triumphs.
Bei der Casting Show "American Idol" war sie zuvor ausgeschieden - ihr Talent reiche nicht aus, hieß es damals.
Das Haus der Familie in Chicagos South Side: Hier wurden am 24. Oktober Hudsons Mutter und ihr Bruder Jason erschossen. Ihr Neffe wurde zunächst verschleppt.
Die Mutter des siebenjährigen Julian, Julia Hudson, flehte mögliche Enführer an: "Es ist mir egal, wer ihr seid, nur lasst bitte mein Baby gehen." Wenig später wurde die Leiche des Kindes gefunden.
In einer bewegenden Trauerfeier nahm die Schauspielerin in Chicago Abschied von ihren Familienmitgliedern.
Der Tatort in Chicagos South Side: "Diese Welle der Gewalt muss jetzt gestoppt werden", sagte einer der Trauergäste. "Wir müssen damit aufhören, einander umzubringen. Es gibt viel zu tun hier."
Im Dezember 2008 wurde Hudsons Schwager William B. wegen dreifachen Mordes angeklagt. Er bestreitet die Tat und plädiert beim Prozess in Chicago auf "nicht schuldig".
Erstmals seit der blutigen Familientragödie trat Jennifer Hudson nun wieder vor großem Publikum auf: Die 27-Jährige sang zur Eröffnung des Super-Bowls die Nationalhymne.
Millionen Fernsehzuschauer verfolgten die gut zwei Minuten lange Darbietung der Oscar-Preisträgerin . Die Einladung, zu Beginn des Finales der Football-Profiliga die Nationalhymne zu singen, gilt als prestigeträchtiger Auftritt.