Jerusalem Damaskustor
Das Damaskustor ist das größte und imposanteste Altstadttor. Es ist reich verziert mit Reliefs und Türmchen. Auf dem großen Vorplatz ...
... tummeln sich Händler, Bettler und Gläubige. Auf abenteuerlich konstruierten Wagen bringen Botenjungen im Minutentakt frische Ware ins Innere der Altstadt.
Auf drei Rädern wird manövriert, mit einem "Bremsreifen" kann in den schmalen Gassen schnell gestoppt werden.
Die Zakat, die Almosensteuer, ist eine der fünf Säulen des Islam. Bettler können sich daher gewiss sein, ...
... immer einen gläubigen Muslim zu finden, der gerne ein oder zwei Schekel spendet.
Auch eine ältere Muslimin versucht auf dem Pflasterweg vor dem Damaskustor ihr Glück im Betteln.
Eine Gruppe junger orthodoxer Juden eilt dennoch schnell vorbei für sie dauert ein Aufenthalt im muslimischen Viertel nie länger als nötig.
Die Tasbih, islamische Schwester des christlichen Rosenkranzes, ist ein festes Accessoire für gläubige Muslime. Die 33 Perlen helfen, kleine Bittgebete und Gottesformeln abzuzählen.
Auch die Takke, die Gebetsmütze der Männer, fehlt selten auf den Köpfen der Jerusalemer Muslime.
Geht man durch das mehrere Meter dicke Damaskustor, warten schon die ersten kleinen Ladenboxen direkt im Stein der alten Mauer, ...
... doch die volle Gewalt der vielen Läden, Falafelbuden und Tüchershops offenbart sich erst im Inneren des muslimischen Viertels.
Ein stets gewohntes Bild sind die jungen Soldaten, die ihren Dienst in der israelischen Armee tun. Sie bewachen Damaskustor und Muslimviertel, kontrollieren je nach Laune die Bewohner.
Meist ist jedoch, wie überall in Israel, der Ausnahmezustand Normalfall und ein Maschinengewehr stört niemanden mehr.
Stattdessen üben die arabischen Männer ihre größte Tugend: Sitzen und diskutieren ...
... oder sogar den neusten Tratsch per Handy verbreiten.