Jerusalem - DER SPIEGEL
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Pilgerherbergen Bei den Nonnen von Jerusalem

Jerusalem ist nicht günstig, vor allem in der Hauptsaison kann man hier viel Geld für Übernachtungen ausgeben. Besondere Pilgerunterkünfte bieten hingegen erschwingliche Preise - und Authentizität.
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Kloster der Bridgettinen-Schwestern
Von dem am Ölberg gelegenen Kloster aus hat man einen fantastischen Blick über die Stadt. Durch einen Zaun ist das Gelände geschützt.

Foto: Thore Schröder
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Die Zimmer sind einfach gehalten, die Schwestern achten auf Sauberkeit.

Info: https://bridgettinesistersjerusalem.wordpress.com
Preis: zwischen 36 (Einzelzimmer) und 81 Euro (Dreierzimmer) inklusive Frühstück

Foto: Thore Schröder
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Die Pilgerunterkünfte haben alle eines gemeinsam: Den religiösen Rahmen. Überall findet sich eine Kapelle und eine Bibliothek mit religiösen Büchern.

Foto: Thore Schröder
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Mater Misericordiae
Bei den vier Schwestern der Mater Misericordiae gibt es dazu das Gefühl einer Zeitreise in die Sechzigerjahren. Ein Großteil der Einrichtung stammt noch aus der Anfangszeit, auf den plüschigen Fernsehsesseln liegen Spitzentücher, die Tapeten sind makellos beige. Dazu steht in der Kapelle eine Orgel.

Foto: Thore Schröder
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Die Zimmer sind einfach, aber gemütlich. Das Highlight eines Aufenthalts in der Herberge an der Straße zum biblischen Ort Betfage ist womöglich die Pasta Asciutta mit selbst gezogenen Kräutern von Schwester Mara. Nicht nur das Kochen, sondern alle Arbeiten im großen Haus (30 Betten) erledigen sie und ihre drei Schwestern vom Orden der Stillen Arbeiterinnen vom Kreuze selber.

Info: https://matermisericordiaejerusalem.wordpress.com
Preis: zwischen 60 (Einzelzimmer) und 90 Euro (Doppelzimmer) inklusive Halbpension

Foto: Thore Schröder
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Comboni Spiritualitätszentrum
Das Anwesen der Comboni-Schwestern liegt im Äußersten Osten Jerusalems. Beinahe wäre es damit auch hinter der israelischen Sperrmauer gelandet, doch der Nuntius protestierte. So wird das Gelände nun seit zehn Jahren an drei Seiten von der gut sechs Meter hohen Sicherheitsbarriere umschlossen. Für Touristen ohne festen Glauben ist dieser Ort nicht gedacht. Doch vielleicht lohnt sich auch für sie zumindest eine Visite im archäologischen Museum, dessen Anfang auf die zufällige Entdeckung Schwester Maddalenas vor gut 50 Jahren zurückgeht: Amphoren, Öllampen und Vasen aus Altertum und Antike.

Info: http://www.comboniane.org/where-we-are/asia-2/israel/jerusalem
Preis: zwischen 50 (Einzelzimmer) und 80 Euro (Doppelzimmer)

Foto: Thore Schröder
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Notre Dame School Hostel
Das Notre Dame Zentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe zu allen religiösen Stätten der Altstadt. Das Haus ist durch seine burghafte Konstruktion aus den Achtzigerjahren (und seine Käseplatte im Dachrestaurant) eine Sehenswürdigkeit für sich - eine Übernachtung aber auch ziemlich teuer (Zimmerpreise bis zu 224 Euro in der Hochsaison). Weil der Papst dem vatikaneigenen Institut aufgetragen hatte, der Lokalbevölkerung Gutes zu tun, wurde hier zudem eine Hotelfachschule eingerichtet.

Info: https://www.theschoolhostel.com
Preis: Die Nacht im Stockbett kostet 18 Euro

Foto: Thore Schröder
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Salesianer-Schwestern
Fünf Gehminuten von Notre Dame entfernt und an der Straße gelegen, die viele Ultra-Orthodoxen von ihrem Viertel Mea Shearim zur Klagemauer passieren, liegt das Kloster der Salesianer-Schwestern.

Foto: Thore Schröder
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Vor gut zehn Jahren wurde es noch einmal erweitert. "Wenn eine Gruppe junger Menschen kommt, versuchen wir alles, um sie bei uns unterzubringen", sagt Leiterin Schwester Roberta. Außerdem bietet das Haus Langzeit-Pilgern und Studenten Zimmer zu speziellen Preisen.

Info: https://salesiansistersjerusalem.com
Preis: zwischen 30 (Dorm) und 90 Euro (Dreierzimmer)

Foto: Thore Schröder
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Austrian Hospice
Wie eine mächtige Trutzburg steht dieser christliche Kasten im muslimischen Viertel der Altstadt an der Via Dolorosa: Die Österreichische Unterkunft zur Heiligen Familie, die wahrscheinlich bekannteste Pilger-Herberge der Stadt. Rund 23.000 Menschen nächtigten hier 2017.

Foto: Heinz Hudelist / Austrian Hospice
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Schwester Bernadette Schwarz, gebürtige Linzerin und seit 2008 Vize-Rektorin, kann sich den enormen Zuspruch auch nicht so ganz erklären, glaubt aber: "Das liegt wahrscheinlich an unserem Garten und dem Kaffeehaus." Dort gibt es unter anderem Strudel, Sacher-Torte, Gösser-Bier und Schnitzel. Für manche noch wichtiger ist aber die Dachterrasse, die vor ein paar Jahren mit Umzäunung und Drehkreuz versehen wurde.

Info: http://www.austrianhospice.com
Preis: von 32 (Schlafsaalbett) bis 102 Euro (Einzelzimmer) inklusive Frühstück

Foto: Thore Schröder
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Lutherisches Gästehaus
Was den deutschen Katholiken das Paulus-Haus vor dem Damaskus-Tor ist, ist den Protestanten das Lutherische Gasthaus, auch genannt Gästehaus des Propstes. Info: http://www.luth-guesthouse-jerusalem.com
Preis: von 60 (Einzelzimmer mit Frühstück) bis 117 Euro (Doppelzimmer mit Frühstück)

Foto: Christoph Müller / K2 Werbeagentur Frankfurt
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Seit 1964 logieren hier protestantische Pilger oder einfach Touristen, die nur wenige Treppenstufen über den Hauptmarktgassen in alle Richtungen Monumentales erblicken: Felsendom und al-Aqsa-Moschee, Hurva-Synagoge, Grabes- und die Erlöserkirche.

Foto: Christoph Müller / K2 Werbeagentur Frankfurt
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?