Jerusalem: Tempelberg - DER SPIEGEL
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Jerusalem Tempelberg

Auf dem Gebiet des ehemaligen jüdischen Tempels stehen heute zwei der wichtigsten muslimischen Heiligtümer: Felsendom und al-Aksa-Moschee. Die goldene Kuppel des Doms wölbt sich genau über jenen Felsen, von dem laut Koran-Überlieferung Muhammad gen Himmel stieg – und auf dem Abraham seinen Sohn opfern wollte. Mit reichen Verzierungen am Gebäude würdigen die Muslime diesen Ort. Gebetet wird jedoch nicht im Dom, sondern auf dem Vorplatz und in der Aksa-Moschee. Deren silberne Kuppel erhebt sich am Südende des edlen Bezirkes – des "Haram asch-Scharif".
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Auf dem Vorplatz zwischen Al-Aksa-Moschee und Felsendom liegt Al-Qaas, der Reinigungsbrunnen (links). Muslime reinigen sich hier vor dem Gebet. Rechts patrouillieren israelische Polizisten. Die goldene Kuppel des Felsendoms...

Foto: Marc Röhlig
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...wölbt sich genau über jenen Fels, an dem Muhammad nach der Überlieferung in einer Nacht gen Himmel fuhr, um mit Gott über die Anzahl der täglichen Gebete zu verhandeln. Es ist auch der Felsen, an dem Abraham bereit gewesen sei, seinen Sohn Isaak zu opfern.

Foto: Marc Röhlig
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Östlich des Felsendoms steht eine kleinere Version – der Kettendom. An dieser Stelle soll beim Tag des Jüngsten Gerichts eine Kette die guten von den schlechten Menschen scheiden.

Foto: Marc Röhlig
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Inschriften umlaufen die acht Ecken des Felsendoms. Sie beinhalten Glaubensbekenntnis und Gottesformel wie auch Hinweise über den Bau – der Felsendom wurde bereits 691 durch den Umayyadenkalif Abd al-Malik erbaut.

Foto: Marc Röhlig
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Eine goldene Kuppel hatte der Dom allerdings da noch nicht. Erst 1963 wurden aus schwarzen Bleiplatten goldglänzende Aluminiumplatten.

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Vis à vis mit dem Felsendom liegt die Al-Aksa-Moschee, die "weit entfernteste" Moschee von Mekka. Sie wurde nur wenige Jahre nach dem Felsendom erbaut.

Foto: Marc Röhlig
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Die Kuppel der Al-Aksa ist knapp 18 Meter hoch und leuchtet – in Anlehnung an den Felsendom – silbern.

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Sie ist die Gebetsstätte der Muslime auf dem Haram as-Sharif, denn der Felsendom selbst ist keine Moschee.

Foto: Marc Röhlig
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