Jim Jarmusch Only Lovers Left Alive - DER SPIEGEL
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Jarmusch-Vampirfilm Musik gegen die Gegenwart

Jim Jarmusch hat sich an ein neues Genre gewagt: "Only Lovers Left Alive" erzählt mit lakonischem Witz von zwei Blutsaugern, die sich in der Gegenwart ziemlich langweilen. Menschen gebissen haben sie zuletzt vor ein paar Jahrhunderten. Wozu gibt es Blutkonserven?
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Man kennt sich gut und sehr, sehr lange: Vampirpaar Eve (Tilda Swinton) und Adam (Tom Hiddleston) in Adams Villa in Detroit. Eigentlich führen sie eine Fernbeziehung - Eve lebt in Tanger -, aber manchmal muss man sich eben persönlich sehen.

Foto: Pandora
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Adam und Eve leben zurückgezogen. Sich unter Menschen unauffällig zu bewegen, ist anstrengend und ein unnötiges Risiko.

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Der schwermütige Adam spielt in seinem Heimstudio meistens Trauer-Rock. Ab und zu veröffentlicht er sogar etwas.

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Eher so der depressive Typ: Die Gegenwart langweilt Adam. Zum Glück ändert sich das im Verlauf des Films.

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Mit den langen nächtlichen Autofahrten der beiden setzt Regisseur Jim Jarmusch der runtergewirtschafteten "Motor City" Detroit ein dunkles Denkmal.

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Das Ganze mal andersrum: Während Jim Jarmusch sonst gerne Musiker als Schauspieler einsetzt, griff er diesmal als Regisseur für den Soundtrack selbst in die Saiten.

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Eves in der Familie eher unbeliebte Schwester Ava (Mia Wasikowska) und Adams Kontakt zu Außenwelt und Musikszene Ian (Anton Yelchin)

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Adam im Krankenhaus - oder sollte man lieber sagen: Supermarkt?

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Gitarre? Ja, das ist eine. Kumpel Ian bringt Adam ein paar rare Schmuckstücke vorbei.

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Shakespeares Ghostwriter: Literaturfreak Eve und Freund Marlow (John Hurt) philosophieren in Tanger.

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Licht- und menschenscheu: Eve (Tilda Swinton) und der stoische Adam (Tom Hiddleston) müssen nach Tanger ausweichen und sich wieder auf altbewährte Weise ernähren.

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