Job als Eintänzer: Just a Gigolo? - DER SPIEGEL
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Job als Eintänzer Just a Gigolo?

Der Job erfordert sichere Schritte, elegante Kleidung, tadellose Manieren. Eine Berliner Agentur lässt die kurze Ära der Eintänzer neu aufleben. Frauen können die tanzenden Gentlemen für einige Stunden mieten - wie einst in den Goldenen Zwanzigern. Aber Privatkontakte zur Kundschaft sind tabu.
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Startvorbereitungen: Mit einer kleinen Drahtbürste raut Roland Waizenegger seine Schuhsohlen an. An diesem Abend ist er als Eintänzer gebucht - im Berlin der zwanziger Jahre ein richtiger Beruf, heute ein Zweitjob für gute Tänzer. 

Foto: Christian Werner
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Der Eintänzer und die Kundin: Lara Hoffmann hat "einfach keine Lust, bei Tanzabenden herumzusitzen". Darum hilft Waizenegger ihr, in Vergessenheit geratene Tänze wieder aufzufrischen...

Foto: Christian Werner
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...und tatsächlich, "nach ein paar Schritten war alles wieder da", sagt Lara Hoffmann.

Foto: Christian Werner
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Tanzvergnügen im Schwimmbad: Tanzen war das Ausdrucksmittel für ein neues Lebensgefühl in den "Goldenen Zwanzigern", das bescherte auch Eintänzern Arbeit. Auf diesem Bild, etwa 1925 entstanden, spielte die Jack Hylton's Band im Berliner Lunapark-Bad zum Tanz auf.

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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Promi-Eintänzer: Der berühmte Filmemacher Billy Wilder (hier auf auf einem Bild von 1946) verdingte sich Mitte der zwanziger Jahre als Eintänzer im noblen Berliner Hotel Eden und beschrieb in Reportagen seine Erlebnisse als Mietttänzer.

Foto: AP
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It takes two to tango: Roland Waizenegger hat in Berlin eine Agentur gegründet, bei der man Tänzer buchen kann. Für alle ist es allerdings ein Zubrot, ein Zweitjob - auch für Waizenegger selbst: Tagsüber arbeitet er als Controller in einem Krankenhaus, eine sehr sachliche Tätigkeit.

Foto: Christian Werner
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Auf dem Parkett: Für den studierten Verwaltungswirt ist das Tanzen ein schöner Ausgleich, ein Zweitjob zu seinem Hauptberuf. Seine Tanzpartnerin Lara Hoffmann ist Unternehmensberaterin in der IT-Branche und kann sich gut vorstellen, regelmäßig einen Eintänzer zu mieten.

Foto: Christian Werner
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?