Kunst ohne Brot Arbeiten, um den Beruf zu finanzieren
Schön stillhalten: Längst hat das geflügelte Wort von der "brotlosen Kunst" sein Pendant im Ausdruck "Brotjob" gefunden. Wie so viele Kulturschaffende kann auch Dirk Kaufmann allein vom Theater nicht leben.
Schaupieler: Das Hauptrisiko seiner Branche sieht Kaufmann in den Lücken zwischen den Engagements. "Wenn du da nicht zum Amt willst, musst du bereit sein, fast alles zu machen", sagt er.
Verlegerin: Als Miriam Spies mitten in der Buchproduktion der Verlag absprang, schien es ihr einfacher, selbst zu gründen, als jemanden zu suchen, der das Projekt fortführte. Inzwischen gibt sie in ihrem Gonzo-Verlag rund vier Bücher pro Jahr heraus.
"Kreative Handbremse": So bezeichnet Spies die Tage, an denen sie ihren Brotjobs nachgehen muss. Sie arbeitet nebenher als Lektorin oder Redaktionsassistentin und versucht so, "den Verlag aus den roten Zahlen zu halten".
Musiker: Tommy Finke arbeitet am Schauspiel Dortmund, schreibt Musik und führt sie mit auf. "Erstmals seit dem Studium kommen alle Fähigkeiten zusammen, die ich erworben habe", sagt er. "Das ist kreativ total befriedigend." Aber davon allein kann er nicht leben.
Heute hier, morgen dort: Finke arbeitet nebenher im technischen Support für Antivirensoftware. "In Phasen, in denen die Musik wenig einbringt, arbeite ich viel", erzählt er.