Jochen Schweizer Baggern fürs Ego
Der Unternehmer Jochen Schweizer verdient sein Geld mit Erlebnisgutscheinen. Das Bild zeigt den inzwischen 55-Jährigen bei einem Fallschirmsprung im Jahr 2005.
Deutsche sind offenbar bereits mit kleineren Abenteuern zufriedenzustellen. Baggern zum Beispiel. Die meisten Gutscheine dafür kaufen laut Schweizer Frauen - und verschenken sie dann an ihre Männer.
Ein Gleitschirmflieger kurz nach dem Start. "Entscheidend ist, was im Kopf der Leute passiert. Da werden die wahren Grenzen überschritten", sagt Schweizer über die Abenteuerlust der Deutschen.
Das Geschäft mit Erlebnisgutscheinen lebt vom Erfindungsreichtum der Anbieter. So wurde im Salzburger Land eine Stahlseilrutsche gebaut, mit der man ins Tal schweben kann.
Nicht nur ein Männer-Ding: Quad-Fahren. Schweizer sieht sein Angebot als Wohlstandsgeschäft und sagt: "Es ist ein Luxus unserer Zeit, dass ich mit dem Geld, das ich übrig habe, meinen Hedonismus ausleben kann."
Schweizer machte das Bungee-Springen in Deutschland populär. Dass dieses Freizeitvergnügen ein Restrisiko birgt, zeigte sich 2003. Damals starb ein Mann bei einem Sprung auf einer von Schweizers Anlagen.
Schweizer macht immer wieder mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf sein Geschäft aufmerksam. Dieses Bild zeigt einen als Nikolaus verkleideten Mann, der 2007 an der Fassade eines Hotels in Berlin entlangspazierte.