John Wayne Der Prototyp des einsamen Cowboys
Wie die Welt ihn kannte: Ob als Sheriff, Soldat oder Outlaw - John Wayne spielte in seinen Rollen vor allem John Wayne. Dabei begann seine Karriere erst richtig mit dem ersten großen Erfolg "Stagecoach" (deutscher Titel: "Ringo") im Jahr 1939, aber danach etablierte sich Wayne schnell.
Bis zur Kutsche in "Stagecoach" war es noch ein weiter Weg: John Wayne als kleiner Junge (im Vordergrund) mit großem Fahrrad, Anfang der 1910er-Jahre
John Wayne als Footballer: Zunächst hieß er Marion Robert Morrison, dann Marion Mitchell Robertson und bekam ein Sportstipendium an der University of Southern California, wo er Football spielte. Nach einer Verletzung endete jedoch sein Stipendium, er schlug sich mit kleineren Rollen in Filmen durch. Das Foto zeigt ihn um 1926.
John und Marlene: In "The Spoilers" ("Die Freibeuterin") aus dem Jahre 1942 war John Wayne zwar schon einem größeren Publikum bekannt, der Star des Films war jedoch Marlene Dietrich.
"Ringo - Höllenfahrt nach Santa Fe", so der deutsche Titel, machte John Wayne bekannt. Es war der erste Western, den Regisseur John Ford im Monument Valley drehte und der erste mit John Wayne in der Hauptrolle - es sollte der Beginn einer sehr erfolgreichen Zusammenarbeit werden.
Zu Besuch in Berlin: Der Film "The Conqueror" gilt als einer seiner schlechtesten, aber John Wayne reiste dafür Anfang 1956 extra zur Weltpremiere nach Berlin. Dort machte er auch eine Stadtrundfahrt, dabei entstand dieses Foto mit Grenzposten.
Besuch bei der Truppe: John Wayne hat nie gedient, beim Kriegseintritt der USA 1941 war er bereits 34 Jahre alt, Familienvater mit vier Kindern und hatte eine Schulterverletzung aus seiner Sportlerzeit. So wurde er zum Zweiten Weltkrieg nicht eingezogen, ließ es sich aber nicht nehmen, immer wieder US-Truppen zu unterstützen. Dieses Foto zeigt ihn bei einem Besuch der U.S. Army Special Forces in Japan im Jahr 1967.
"Bigger than Life": Größer als das Leben sollten Kinofilme im Idealfall sein. Die Werbung für "The Alamo" mit John Wayne in Tokio im Jahr 1961 war es allemal.
Truppenbesuch, Teil zwei: Obwohl Wayne während des Zweiten Weltkrieges nach seinem großen Erfolg mit "Stagecoach" (1939) viele Filme drehte, unterstützte er weiter die US-Soldaten. Dieses Bild zeigt ihn im Jahr 1944 zusammen mit Sänger Benjamin De Louche, Musikerin Vikki Montan und Schauspielkollegin Carol Mercer mit einigen US-Soldaten in Neu-Guinea.
Ehre für den "Duke": Im Jahr 2004 brachte der U.S. Postal Service im Zuge der Reihe "Legenden von Hollywood" eine Briefmarke mit dem Konterfei von John Wayne heraus. "Er hat so viele unvergessliche Rollen gespielt. Mut, Gerechtigkeit und robuster Individualismus sind amerikanische Tugenden mit Kultstatus, die John Wayne ins Leben gerufen hat", sagte ein Sprecher.
John, der Republikaner: Aus seinen politischen Vorstellungen machte John Wayne nie einen Hehl. Er war glühender Antikommunist und unterstützte auch die Verfolgungen von Kommunisten unter Senator McCarthy in den Vierziger- und Fünfzigerjahren. Hier zeigt er sich im Jahr 1976 mit Präsident Gerald Ford in Orange County.
Die Linke von Sophia: Bei aller Männlichkeit, die John Wayne in seinen Filmen zur Schau stellte, musste er manchmal auch von Frauen ordentlich was einstecken. Hier verpasst ihm Sophia Loren in dem Film "The Legend of the Lost" aus dem Jahr 1957 einen Kinnhaken.
Schauspieler unter sich: Auf der Leinwand brachte es Ronald Reagan (r.) nie zu Ruhm wie John Wayne (l.), dafür wurde Reagan später Präsident der USA. Bei der Wahl zum Gouverneur von Kalifornien unterstützte Wayne seinen Freund Reagan. Das Bild zeigt die beiden beim "National Headliner Award" 1970 zusammen mit Reagans Frau Nancy und der Schauspielerin Gina Lollobrigida.
Hisst die Flagge! Vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs spielte John Wayne in "Sand of Iwo Jima" mit.
Hoch zu Ross, das Lasso in der Hand und mitten in der Prärie: In "The Sons of Katie Elder" verkörperte John Wayne einmal mehr den klassischen Westernhelden.
Familiengeschäfte: John Wayne mit seinem Sohn John Ethan Wayne bei den Dreharbeiten zu "War Wagon" 1967 in Mexiko
Republikaner unter sich: John Wayne mit Präsident Richard Nixon im Jahr 1972. Ein Jahr zuvor hatte er das berüchtigte "Playboy"-Interview gegeben, in dem er gegen Schwarze, Schwule, Indianer und alle anderen hetzte, die er für die Bösen hielt.
Nur im Film durfte John Wayne den Soldaten mimen: Im Krieg wurde er nicht eingezogen und konnte weiter Filme drehen. Hier ein Szenenfoto aus "Sands of Iwo Jima".
Lässig: Regisseur John Ford hasste es, wie John Wayne sich bewegte. Aber Howard Hawks zelebrierte gerade diesen berühmten Gang von John Wayne in "Rio Bravo" aus dem Jahr 1959. Heraus kam einer der schönsten Filme seiner Karriere.
Alles hört auf mich: Später in seiner Karriere versuchte sich John Wayne auch als Regisseur, hier am Set von "The Alamo" im Jahr 1960. Acht Jahre später drehte er den umstrittenen Vietnam-Propagandafilm "The Green Berets" und spielte darin auch die Hauptrolle.
Familiengeschäfte, Teil zwei: John Wayne mit seiner Tochter Aissa am Set von "The Alamo".
Dreimal heiratete John Wayne: Aus diesen Ehen gingen sieben Kinder hervor. Das Foto zeigt die Trauung mit seiner ersten Frau, Josephine Saenz, im Jahr 1933.
Shooting mit Sophia: Nach den Dreharbeiten zu "Legend of the Lost" nahm John Wayne Sophie Loren mit in eine Schießhalle nach Rom und zeigte ihr, wie man mit Waffen umgeht - mit Erfolg, wie man sieht.
Seine letzte Rolle: John Wayne als krebskranker Scharfschütze in "The Shootist" von Don Siegel aus dem Jahr 1976. Drei Jahre später erlag Wayne selbst einem Krebsleiden.