Johnny Depp "Schlechter Witz"
Hollywood-Star Johnny Depp hat sich für seinen "schlechten Witz" über einen Mordanschlag auf US-Präsident Donald Trump entschuldigt.
Depp hatte vor einer johlenden Menge beim Glastonbury-Kulturfestival in England gesagt: "Wann war das letzte Mal, dass ein Schauspieler einen Präsidenten umgebracht hat? (...) Es ist eine Weile her, und vielleicht ist es an der Zeit."
Seinen Witz eingeleitet hatte Depp mit den Worten: "Übrigens, dies wird in der Presse landen. Es wird schrecklich sein" - womit er den Medienwirbel über seine Bemerkungen vorhersagte.
In seinen insgesamt wirr wirkenden Äußerungen sagte Depp über Trump auch: "Ich denke, er braucht Hilfe, und es gibt viele wunderbare dunkle, dunkle Orte, an die er sich begeben könnte."
In seiner späteren Entschuldigung betonte der Schauspieler, er habe "nichts Böses" im Sinn gehabt. Vielmehr habe er nur versucht, lustig zu sein. Seine Absicht sei es nicht gewesen, "irgendjemandem zu schaden".
Depp als Jack Sparrow: "Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache" kam Ende Mai in die Kinos.
Depp liefert sich derzeit eine Schlammschlacht mit seinem Ex-Management. Der Schauspieler wirft seinen früheren Beratern Missmanagement seiner finanziellen Angelegenheiten vor. Die wiederum sagen, der Hollywood-Star habe Vertragsbruch begangen.
Schon 2016 war kein gutes Jahr für ihn: Seine Scheidung von Amber Heard nach nur eineinhalb Jahren Ehe kostete ihn sieben Millionen Dollar. Zuvor hatte Heard ihn wegen häuslicher Gewalt angezeigt, das Paar einigte sich dann aber außergerichtlich.
In den vergangenen Monaten hatten bereits andere Größen der US-Entertainmentbranche mit provokativen Äußerungen über Trump für Aufsehen gesorgt.
Popstar Madonna sagte bei der Großdemo in Washington am Tag nach Trumps Vereidigung im Januar, sie wolle "das Weiße Haus in die Luft jagen".
Die Komikerin Kathy Griffin verlor später mehrere Aufträge, weil sie auf einem Foto eine Maske hielt, die wie Trumps abgeschnittener Kopf aussah.
Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, sagte in Washington, der Mangel an Empörung über Depps Äußerung und ähnliche Bemerkungen von Prominenten sei beunruhigend. Der Präsident habe deutlich gemacht, dass alle Formen von Gewalt verurteilt werden sollten.