Neuer Franzen-Roman "Unschuld" Stasi hier, Whistleblower da
Der Star unter den Literaten: Seit der Roman "Die Korrekturen" im Jahr 2001 erschien, ist Jonathan Franzen ein vielgelesener Autor.
2010 war Franzen auf dem Titel des "Time Magazines" - eine seltene Ehre für einen Schriftsteller.
Der Popstar der Gegenwart: In Franzens neuem Roman "Unschuld" (im Original "Purity") geht es um einen Whistleblower. Reale Vorbilder wie Edward Snowden (Bild) und Julian Assange werden namentlich genannt.
In "Unschuld" ist es ein Assange-artiger Deutscher namens Andreas Wolf, der vor den Behörden flüchtet - in ein in Bolivien gelegenes Camp.
Franzen schildert das Leben seines Protagonisten in den letzten Jahren der DDR, auch die unmittelbare Nachwendezeit spielt eine Rolle. Szene vom 10.11. nach der Maueröffnung in Berlin.
In "Unschuld" gönnt sich Franzen auch einige selbstreferenzielle Gags - und ist darüber hinaus in der Gestaltung seiner Charaktere so drastisch wie noch nie.