Joost: Chic, aber erfolglos - DER SPIEGEL
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Joost Chic, aber erfolglos

Rund eineinhalb Jahre war Joost bemüht, die Revolution des Fernsehens im Web einzuleiten. Die fand derweil woanders statt. Jetzt gibt Joost seine proprietäre Plattform auf - und damit seine Einzigartigkeit.
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Sommer 2007: Mit Joost wird eine proprietäre Software veröffentlicht, die ihren Nutzern HD-Inhalte via Web verspricht - und den Medienvertrieb mit P2P-Methoden beschleunigen will.

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Kritiker sind umgehend begeistert: Erweiterte Funktionalitäten zeigen, was das schnöde Wort Digitalfernsehen via Web bereits bieten kann...

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...doch spätestens im "Channel Catalog" zeigt sich, woran Joost leidet: Es fehlen die großen, populären Sender und Inhalte. Stattdessen gibt es ambitionierte Kleinanbieter, Nischen-Themen-TV und abseitige Sport-Events. Das reichte nicht, um den Markt für sich einzunehmen - und besserte sich auch in den folgenden Monaten nicht genügend.

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Dabei war die Software durchaus durchdacht: Unter "My Channels" stellte man sich seine Lieblingssender zusammen.

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Jede Sendung in einem Kanal war jederzeit verfügbar: Joost kombinierte also den Kanal-Gedanken des klassischen Fernsehens mit Video on demand. Das schien Zukunftsfähig, ...

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...zumal "My Joost" auch die Möglichkeit zum Chatten, Bewerten einer Sendung oder Nachrichtenlesen bot: TV meets Social Network. Doch am Ende reichte das alles nicht. Im Herbst 2008 eröffnete Joost einen Alternativ-Zugang im Web, der weit weniger Möglichkeiten bietet, aber eben nicht proprietär wirkt. Diese Flash-Seite besteht bis auf weiteres fort - als Web-Videoseite nach YouTube-Muster.

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