Joseph Kony Der Schlächter von Uganda
Der kleingewachsene Joseph Kony zog sich 1986 mit Anhängern in den Busch zurück, nachdem in Uganda Kurzzeit-Präsident Tito Okello vom Stamme der Acholi aus dem Norden des Landes vom heutigen Machthaber Yoweri Museveni gestürzt worden war und die Acholi um Einfluss und Rechte fürchteten. Kony, der der Ethnie angehört, nannte sich fortan "Sprachrohr Gottes" und bildete zunächst eine radikale Gruppierung aus, die es auch damals schon vor allem auf Kinder und Jugendliche abgesehen hatte.
Mit den Jahren wuchs Konys Armee und agierte immer brutaler. Kinder wurden entführt, die Eltern umgebracht, Fluchtversuche von LRA-Mitgliedern regelmäßig mit dem Tode bestraft.
Bei den Überfällen der LRA auf die Dörfer im Norden Ugandas kamen Hunderte Menschen ums Leben, etliche wurden verstümmelt, wie dieser Mann.
Friedensgespräche mit der LRA sind bisher stets gescheitert - auch wenn die Truppe um Joseph Kony zunächst Bereitschaft signalisierte. So kam es auch im Sommer 2006. Das Bild zeigt Kämpfer der Rebellen, die zu Verhandlungen zu einem Treffpunkt im Kongo gekommen sind. Aus den Gesprächen wurde aber nichts.
Wo sich Kony derzeit aufhält, ist unklar. Die ugandische Armee ist ihm seit Monaten auf der Spur, verfehlt den Rebellenchef aber immer wieder, mitunter offenbar sehr knapp.