Josephine Baker - DER SPIEGEL
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Tanzwunder in Berlin Josephine Baker - gefeiert wie eine Göttin, begafft wie ein Tier

Sie trug nichts als Federn und wirbelte so virtuos mit dem Po, dass den Zuschauern die Luft wegblieb: Vor 90 Jahren trat Josephine Baker erstmals in Berlin auf. Die Ausnahmetänzerin war der erste schwarze Superstar.
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Bühnenstar Josephine Baker hatte zahlreiche Prominente unter ihren Verehrern. Sie sei das "sensationellste Weib, das Menschenaugen je gesehen haben", schrieb einst zum Beispiel der Schriftsteller Ernest Hemingway. In den Zwanzigerjahren wurden ihre Auftritte in Berlin zum Triumph. mehr... 

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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Die junge Startänzerin sei ein "schönes Idol aus braunem Stahl und Bronze, Ironie und Gold", schrieb der französische Literat Jean Cocteau.

Foto: Michael Ochs Archives
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Mit Plüschbananen zum Star: Josephine Baker in dem Outfit, das ihr endgültig zu Weltruhm verhalf - einem Gürtel aus 16 Plüschbananen. Die Tänzerin trug das Accessoire erstmals im April 1926 auf der Bühne der Folies-Bergère in Paris und lief im Rahmen der Revue "La Folie du Jour" auf Händen und Füßen rückwärts einen Stamm hinunter - um dann bei ihrem ausgelassenen Tanz die Bananen wippen zu lassen.

Foto: Walery/ Getty Images
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"Ich habe nur mich": Josephine Baker in einem ihrer legendären Outfits aus Federn. Über ihr Selbstverständnis schrieb sie in ihren Memoiren: "Ich will Erfolg haben, nicht zurückstecken, nie mehr. Ein Geiger hat seine Geige, ein Maler seine Palette, aber ich habe nur mich, ich bin das Instrument, das ich pfleglich behandeln muss."

Foto: George Hoyningen-Huene/ Condé Nast via Getty Images
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"Ich weiß nicht, welcher Teufel mich reitet": Josephine Baker und ihr Tanzpartner Joe Alex bei ihrer Performance des "Danse de Sauvage", Höhepunkt der "Revue nègre" (Aufnahme von 1925). Der hocherotische Pas de deux, den die beiden (im Wesentlichen mit Perlen und Federn bekleidet) auf der Bühne hinlegten, brachte das Publikum in Wallung. Baker schrieb darüber in ihren Memoiren: "Ich weiß nicht, welcher Teufel mich reitet, ich improvisiere nach der Musik, die mir ihren Willen aufzwingt, das heiße, brechend volle Theater, die Scheinwerfer, die mich verbrennen, haben mich verrückt gemacht. Fieberglut hat meinen ganzen Körper erfasst, sogar die Zähne und die Augen! Bei jedem Sprung glaube ich, an den Himmel zu stoßen, und wenn ich wieder herunterkomme, gehört mir die Erde."

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Schiel-Königin: Josephine Baker war nicht nur eine begnadete Tänzerin, sondern besaß auch noch viel komisches Talent. Das Foto zeigt sie 1926 bei einer rasanten Schiel-Performance in Paris. Josephine Baker sei berühmt dafür, dass sie nicht "nur mit dem Körper, den Beinen und Armen, sondern auch mit den Augen tanzt. Ganz Paris schwärmt von dem Augentanz der Josephine Baker", schrieb die Zeitschrift "Die Bühne".

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Dschungelkönigin: Ob mit ausgestopftem Tiger wie auf dieser Aufnahme von 1926, mit Bananenröckchen oder Flamingofeder - Josephine Baker ließ sich bereitwillig auf das Stereotyp der wilden, ungezügelten Urwald-Grazie ein. Um sich insgeheim köstlich darüber zu amüsieren. "Die Fantasie der Weißen hat es wirklich in sich, wenn's um Schwarze geht", wird sie von ihrer Biografin Phyllis Rose zitiert.

Foto: imago/ZUMA/Keystone
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Düstere Vergangenheit in St. Louis: Josefine Baker als kleines Mädchen (undatierte Aufnahme). Schon mit acht Jahren musste sie die Schule verlassen und als Küchenhilfe und Babysitterin arbeiten. In einer Familie wäre sie beinahe verhungert, in einer anderen versuchte der Hausherr sie zu vergewaltigen. Mit zehn stand sie erstmals auf der Bühne - im Keller ihrer Mutter. Jeder, der zuschauen wollte, musste eine Nadel als Eintrittsgeld mitbringen. "Das ist meine Kindheit. Ich hatte keine Strümpfe, ich fror und ich tanzte, um warm zu werden", so Baker in ihrer 1927 veröffentlichten, von Marcel Sauvage aufgezeichneten Autobiografie. Eine zweite kam 1976 heraus, ein Jahr nach ihrem Tod, verfasst von Baker und ihrem Ex-Mann, dem französischen Komponist und Orchesterleiter Jo Bouillon.

Foto: ullstein bild
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Uneheliches Kind aus den Slums: Bei diesem Auftritt trug Josephine Baker ein für ihre Verhältnisse züchtiges Tüllkleid (aufgenommen 1925 in Paris). Die Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin wurde 1906 als Freda Josephine McDonald in den Slums von St. Louis, Missouri geboren. Sie war die uneheliche Tochter einer schwarzen Wäscherin und eines spanischen Schlagzeugers, der sich bald nach ihrer Geburt absetzte. Mit elf Jahren überlebte sie einen Pogrom gegen Schwarze, mit 13 wurde sie zwangsverheiratet.

Foto: AFP
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Straßen-Strauß: Exotische Schönheit mit exotischem Gefährt - 1926 kutschierte Josephine Baker mit einem Straußengespann durch die Straßen Berlins. Mit zunehmender Popularität legte sich Baker immer extravagantere Accessoires zu. Die Sitze ihres Sportwagens ließ sie mit Schlangenleder auspolstern, ein Leopard mit Diamantenhalsband wurde ihr Lieblings-Haustier.

Foto: General Photographic Agency/ Getty Images
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Autogrammstunde am Strand: 1925 ging Josephine Baker nach Europa - und löste mit ihren gewagten Tänzen eine regelrechte Hysterie aus. An diesem Strand in der Nähe von Kopenhagen waren die Menschen so von ihr begeistert, dass die Direktion des Badestrands es vorzog, einen Zaun um die "schwarze Venus" zu errichten (undatierte Aufnahme).

Foto: AP
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Allround-Talent: Nachdem Baker in den Zwanzigerjahren vor allem als knapp bekleidete, virtuose Tänzerin für Furore gesorgt hatte, begann sie vermehrt zu singen und sich als Schauspielerin zu profilieren. So übernahm sie etwa in der französischen Komödie "Fausse alerte" (1945, Regie: Jaques de Baroncelli) die Rolle des Kabarettstars Zazu (Szenenbild). Zudem brillierte sie in Filmen wie "Zouzou" (1934), "Princesse Tam Tam" (1935) und "Moulin Rouge" (1940).

Foto: ddp images
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Bürgerrechtlerin: Als Schwarze, die Diskriminierung am eigenen Leib erfahren musste, setzte sich Josephine Baker vehement gegen Rassismus und Ausgrenzung ein. Das Foto zeigt sie am 28. August 1963 auf den Treppen des Lincoln-Memorials in Washington: Baker sprach anlässlich des "Marschs auf Washington für Arbeit und Freiheit" - jener politischen Demonstration gegen Rassendiskriminierung, bei der Martin Luther King seine berühmte Rede "I have a dream" hielt.

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"Schwarze Mata-Hari": Josephine Baker (rechts) war weit mehr als nur eine begnadete Tänzerin im frivolen Bananenröckchen - sie engagierte sich zeitlebens auch politisch. Im Auftrag des französischen Geheimdienstes ging Baker während des Zweiten Weltkriegs nach Marokko, engagierte sich beim Roten Kreuz und in der Résistance. 1946 wurde sie für ihr Engagement mit der großen Verdienstmedaille der Résistance-Kämpfer, der Rosette der Legion d'honneur und dem goldenen Lothringerkreuz geehrt. Als "schwarze Mata-Hari" bezeichnete die "Zeit" sie in einem Artikel von 1948.

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Verfilmte Legende: 1991 kam der Film "The Josephine Baker Story" ins US-Fernsehen. Regie führte Brian Gibson, in die Rolle der Josephine Baker schlüpfte die Schauspielerin Lynn Whitfield.

Foto: ddp images
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Furchteinflößender Federschmuck: Josephine Baker verzichtete auch als alternder Star nicht auf ihr exaltiertes Bühnen-Outfit. Bei diesem Auftritt in London 1974 beeindruckte sie ein Jahr vor ihrem Tod ganz in Hellblau - mit einer Sinfonie aus Strass und einem furchteinflößendem Federschmuck auf dem Kopf.

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"Zusammenleben aller Rassen in gegenseitiger Achtung": Josephine Baker 1964 im Kreise ihrer zwölf Adoptivkinder, die sie die "Regenbogenfamilie" taufte. Der Showstar konnte selbst keine Kinder bekommen - und wollte mit den Adoptionen der zehn Jungen und zwei Mädchen verschiedener Hautfarben ein Zeichen gegen Rassismus und für Mitmenschlichkeit setzen. "Die kleine Welt meiner Familie soll ein Beispiel dafür geben, was auch in der großen Welt verwirklicht werden muss: ein Zusammenleben aller Rassen in gegenseitiger Achtung", so Baker. Die Kinder wuchsen in Bakers Schloss Les Milandes in Südfrankreich auf - wo sich weniger die Adoptivmutter denn häufig wechselnde Nannys um sie kümmerten.

Foto: imago/United Archives
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Geplatzter Traum vom Märchenschloss: Eine verbitterte Josephine Baker 1969 auf den Stufen ihres Schlosses Les Milandes im Périgord, die nackten Beine mit einer karierten Wolldecke bedeckt. Das Foto ging um die Welt - es markiert einen Tiefpunkt in der Karriere des Showstars: Da Baker pleite war, wurde das Schloss 1969 zwangsversteigert, die Schlossherrin und ihre zwölf Adoptivkinder wurden aufgefordert, das malerische Anwesen zu verlassen. Da Baker sich weigerte, wurde sie mit Gewalt herausgezerrt.

Foto: AFP
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Sexsymbol, Schönheitsidol, Marke: Josefine Baker war nicht nur das dominierende Sexsymbol der Zwanzigerjahre, machte den Charleston in Europa heimisch und stand für selbstbestimmte Sinnlichkeit. Mit zunehmender Popularität wurde sie auch zur Marke aufgebaut. Die Frauen stylten sich die Haare mit der Pomade "Bakerfix"; die Tänzerin signierte, "Schmuckstücke, Parfums, Schals", es habe "Baker-Kleider, Baker-Schuhe, Baker-Strümpfe..." gegeben, wie sie sich in ihren Memoiren erinnerte, die posthum erschienen.

Foto: imago/ZUMA/Keystone
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Steinmetz, Hochstapler, Ehemann: Josephine Baker mit ihrem Manager und dritten Ehemann, dem sizilianischen Steinmetz Giuseppe "Pepito" Abatino. Der Italiener war nach dem Ersten Weltkrieg nach Frankreich emigriert, wo er sich als Graf ausgab - und es per Hochstapelei bis an die Spitze der feinen Gesellschaft schaffte.

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45 Koffer voller Kostüme: Josephine Baker und ihr vierter Ehemann Jo Bouillon freuen sich in der Garderobe der Tänzerin im "Strand Theater" (Manhattan) über Fanpost. Nachdem sie jahrzehntelang in Europa gelebt hatte, kehrte sie 1951 in die USA und an den Broadway zurück - wo sie frenetisch gefeiert wurde. Für ihre fünfmonatige Amerika-Tournee benötigte sie 45 Koffer, um all ihre Kostüme unterzubringen.

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Raubtier mit Diamantenhalsband: Showstar Josephine Baker in Begleitung ihres geliebten Geparden "Chiquita" (Aufnahme von 1931). Die Direktion des "Casino de Paris" hatte ihr das Tier 1930 als Show-Requisite geschenkt. Doch die Tänzerin, die sich in ihrer Villa einen Privatzoo leistete, schloss den Geparden in ihr Herz, schenkte ihm ein Diamantenhalsband und nahm ihn fortan überall mit hin - zum feinen Dîner, auf Tournee-Reisen und manchmal sogar mit ins Bett. Allerdings waren nicht alle von Bakers Haustieren so elegant wie Chiquita: In ihrer Umkleidekabine hielt sie sich eine Ziege namens Toutoute, und in der Küche ihres Clubs "Chez Josephine" wohnte Schwein Albert - als Tellerreste-Vernichter.

Foto: Fox Photos/ Getty Images
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"Nicht einmal schwarz": Bedient sie das Stereotyp oder macht sie sich lustig? Mitunter trat Josephine Baker mit schwarz angemaltem Gesicht, weißen Lippen und viel zu großen Clown-Schuhen auf (aufgenommen 1927 in Paris) - ganz in der Tradition der amerikanischen Minstrel-Shows, in der Weiße klischeehaft Schwarze darstellen.

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"Ultramodern und ultraprimitiv": Werbeplakat für die "Revue Nègre", die ab dem 2. Oktober 1925 im "Théâtre des Champs-Elysées" Premiere feierte und später auch im Pariser "Théâtre de l'Étoile" lief. Ab Silvester 1925/26 gastierte die Revue im Nelson-Theater für mehrere Wochen auf dem Kurfürstendamm in Berlin - und sorgte für einen unfassbaren Wirbel. Die Schwarzen auf der Bühne, notierte damals der Publizist, Diplomat und Mäzen Harry Graf Kessler, "sind ein Mittelpunkt zwischen Urwald und Wolkenkratzer, ebenso ihre Musik, der Jazz, in Färbung und Rhythmus. Ultramodern und ultraprimitiv."Sie selbst verwahrte sich dagegen, in Schubladen einsortiert zu werden. "Nicht Tänzerin, nicht Schauspielerin, nicht einmal schwarz: Josephine Baker, das bin ich!", schrieb sie.

Foto: De Agostini/Getty Images
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"Mit den Hüften wackeln": Tänzerin Josephine Baker beim Auftritt in der "Ziegfeld Follies"-Revue im New Yorker "Winter Garden Theatre" (Aufnahme von 1936). Ihr Bananenröckchen hat sie gegen einen furchterregenden Stachelgurt getauscht, der gleichermaßen Becken wie Brüste umspielt. In ihren Memoiren von 1927...

Foto: AP
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...umschrieb sie ihre Vorliebe, den Hintern beim Tanz einzusetzen, so: "Es handelt sich nämlich darum, mit den Hüften zu wackeln, rechts herum, links herum, von einem Fuß auf den anderen, den Popo spielen zu lassen und mit den Händen zu wedeln. Seit einiger Zeit", so Baker, "wird der Popo zu sehr versteckt. Er ist aber doch da, der Popo. Ich wüsste auch nicht, was man ihm vorzuwerfen hätte!"

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Misserfolg in der Heimat: Josephine Baker hoffte, mit ihrer bombastischen Broadway-Revue an die Pariser Erfolge anzuknüpfen - und wurde bitter enttäuscht. So schrieb das Magazin "Time", sie sei "nichts weiter als eine junge Schwarze mit etwas hervorstehenden Zähnen, ...

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...deren Figur sich in jeder Nachtklubshow finden ließe und deren Gesang und Tanz außerhalb von Paris praktisch überall übertroffen werden dürfte" (in einem "Time"-Kommentar vom 10. Februar 1936).

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Ein anderer Kritiker befand: Der Nacktheitskult und die "Devise Hoch-das-Bein sind nicht mehr gefragt!" Als Baker enttäuscht über den Misserfolg in ihrer US-Heimat das Schiff zurück nach Europa nahm, musste sie als schwarze Künstlerin im Unterdeck reisen. Ein Jahr später nahm sie die französische Staatsbürgerschaft an.

Foto: AP
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Tod mitten im Triumph: Prominente wie die Fürstin Grazia Patricia von Monaco (links) nahmen am Trauergottesdienst für Josephine Baker Abschied, der am 19. April 1975 in der Kirche von Saint-Charles in Monaco stattfand. Die 69-jährige Diva war am 12. April in Paris an Herzversagen gestorben - nur vier Tage nach ihrem umjubelten Comeback auf der Bühne. Als bedeutender Weltkriegs-Veteranin wurden Josefine Baker die Ehren eines französischen Militärbegräbnisses zuteil: Der Staat gedachte der einstigen Spionin und Widerstandskämpferin mit 21 Schuss Salut.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?