Juan Carlos: Ein König tritt ab - DER SPIEGEL
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Juan Carlos Ein König tritt ab

Generationenwechsel in Spanien: König Juan Carlos dankt nach fast vierzig Jahren ab. Prinz Felipe wird seinem Vater auf den Thron folgen. Das Königshaus war zuletzt von zahlreichen Skandalen erschüttert worden
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König Juan Carlos dankt ab. Diese Nachricht überraschte Spanien am Montag. Mit 76 Jahren gibt er den Thron an seinen Sohn ab.

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Fast 40 Jahre saß der Monarch - hier mit Sohn Felipe und dessen Frau Letizia - auf dem Thron.

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Juan Carlos musste sich zuletzt zahlreichen Operationen unterziehen. Er selbst spricht von politischen Gründen für seine Abdankung: Die Zeit für den Wandel sei gekommen.

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Sohn Felipe soll den Thron nun übernehmen, dafür muss das spanische Parlament ein neues Gesetz erlassen.

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Felipe gilt ernst und verantwortungsbewusst, sein Vater hatte mit seiner herzlichen Art viele Anhänger gewonnen. Lange war er im Volk beliebt.

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Nach dem Tod Francos war Juan Carlos im November 1975 zum spanischen König ernannt worden. Er war damals bereits seit 15 Jahren mit Prinzessin Sofia von Griechenland verheiratet (links). Das Paar hat drei Kinder: Elena, Cristina und Felipe. In den folgenden Jahren spielte Juan Carlos eine Schlüsselrolle bei der Demokratisierung des Landes.

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Juan Carlos (rechts) 1973 während einer Militärparade mit Francisco Franco. Der Diktator hatte ihn als politischen Erben auserkoren und ihn im Alter von zehn Jahren nach Spanien zurückgeholt. Juan Carlos absolvierte eine Militärausbildung und anschließend ein Studium (unter anderem Wirtschaft) in Madrid.

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Am 23. Februar 1981 starteten Generäle einen Putschversuch. Hier steht Antonio Tejero Molina mit gezogener Waffe am Rednerpult des spanischen Parlaments. Doch ausgerechnet Juan Carlos, einst von Diktator Franco eingesetzt, wandte sich gegen die Militärs.

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In einer Fernsehansprache, die live übertragen wurde, bekannte sich Juan Carlos zur Demokratie. Der Putsch scheiterte, der König gewann massiv an Ansehen.

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Juan Carlos und seine Frau Sofia 1988 bei einem Besuch in Australien. Der König ist ein begeisterter Segler und Jäger.

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Die königliche Familie: Juan Carlos und Sofia mit ihren Kindern Cristina, Felipe und Elena. Das Bild entstand im Oktober 1976 während eines Mallorca-Urlaubs.

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Der Trip nach Botswana löste für spanische Verhältnisse ungewöhnlich scharfe Kritik am Königshaus aus. Hier protestieren Tierschützer vor einem Madrider Krankenhaus, in dem der König behandelt wurde.

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Der Ärger um Juan Carlos folgt einer Reihe schlechter Nachrichten für das Königshaus. Schwiegersohn Iñaki Urdangarín - hier mit Ehefrau Cristina und den Kindern im Jahr 2005 - steht im Verdacht, öffentliche Gelder veruntreut zu haben.

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Die Hochzeit: Juan Carlos und seine Frau Sophia gaben sich am 14. Mai 1962 in Athen das Jawort.

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Das Ehepaar trauert 1975 am Sarg des Diktators Franco.

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Juan Carlos und Sophia mit ihren drei Kindern. Ganz links ist Felipe zu sehen, der nun König werden soll.

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Juan Carlos bei 2012 bei einer Ehrung der Fußballnationalmannschaft. Über sein Amt sagte er einmal: "Hier musst du dir den Thron Tag für Tag aufs Neue verdienen. Wenn das Volk gegen dich ist, kannst du einpacken."

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?