Jüdischer GI Kleeman - DER SPIEGEL
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Als Soldat zurück nach Nazi-Deutschland "Es war meine Pflicht, die Deutschen besiegen zu helfen."

Werner Kleemans Lebensgeschichte gleicht einem Hollywood-Drehbuch: 1938 kaufte er sich aus dem KZ Dachau frei und floh nach New York. 1944 kehrte er als US-Soldat nach Deutschland zurück - und verhaftete genau den Nazi, der ihn nach Dachau gebracht hatte.
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Erinnerungen an die Nazizeit: Kleeman zeigt in seiner Wohnung in Queens eine Collage von Andenken an seine Zeit in Deutschland. Zu erkennen ist das große rote "J" auf seinem damaligen Reisepass, das ihn als Juden kennzeichnete.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Werner Kleeman als US-Soldat in der Normandie: "Es war meine Pflicht, die Deutschen besiegen zu helfen."

Foto: Werner Kleeman
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Sturm auf die Küste: US-Soldaten gehen am 6. Juni 1944, dem Tag nach Beginn der "Operation Overlord", am Omaha Beach in Nordfrankreich an Land.

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Attacke: Unter heftigem Beschuss durch deutsche Maschinengewehre waten diese US-Soldaten aus Landungsbooten durchs Wasser Richtung Küste der Normandie.

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Landung im Feindesland: US-Truppen in der Normandie. Auch Werner Kleeman erlebte den D-Day als US-Soldat. Er kämpfte Seite an Seite mit dem späteren Star-Autor J. D. Salinger ("Der Fänger im Roggen").

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Invasion: US-Infanteristen waten in den Tagen nach Invasionsbeginn (6. Juni 1944) durch das seichte Wasser an die Küste der Normandie. Tausende alliierte Soldaten kamen während der "Operation Overlord" ums Leben - Werner Kleeman überlebte.

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Zur Zeit der alliierten Invasion in der Normandie 1944: Kleeman lernte während des Zweiten Weltkriegs Ernest Hemingway kennen, der als Kriegskorrespondent unterwegs war. Sein Urteil: "Netter Kerl - aber all diese Frauengeschichten!"

Foto: Werner Kleeman
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D-Day: Amerikanische Truppen landen am 6. Juni 1944 in der von den Deutschen besetzten Normandie. Werner Kleeman war damals als GI dabei. "Alle hatten Höllenangst", erinnert er sich. "Es war meine Pflicht zu helfen, die Deutschen zu besiegen."

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Vernichtung durch Arbeit: Jüdische Zwangsarbeiter mussten während des Zweiten Weltkriegs in dieser Munitionsfabrik in der Nähe des Konzentrationslagers arbeiten.

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3. Mai 1945 in Dachau: Soldaten der 7. US-Armee entdecken grausame Details des Nazi-Terrors in dem KZ.

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Symbol des Zynismus: Der frühere Haupteingang des Konzentrationslagers Dachau mit dem Eisentor, auf dem die Inschrift "Arbeit macht frei" angebracht ist.

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Das Grauen bleibt: US-Soldaten stehen nach der Befreiung des KZ Dachau am 30. April 1945 auf einem Waggon mit ermordeten Häftlingen. Nach dem Rückzug der deutschen Armeen bot sich den alliierten Truppen ein Bild des Grauens: Leichenberge, Lagerhallen mit menschlichen Überresten und Tonnen von Habseligkeiten Ermordeter.

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Die Befreiung: Gefangene des KZ Dachau begrüßen am 1. Mai 1945 ihre Befreier von der 42. "Rainbow Division" der 7. US-Armee.

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Kleeman in Queens: Das Haus ist sauber und gepflegt, Blumenkästen stehen vor den Fenstern, am Vordach sind Ornamente aus verschnörkeltem Gusseisen.

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Werner Kleemans Pass: Das Dokument mit Hakenkreuzstempel ist auf den 30. Dezember 1938 datiert - acht Tage nach Kleemans Freilassung aus Dachau.

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GI Kleeman: Als feindlicher Soldat kam Werner Kleeman im Zweiten Weltkrieg zurück in die Heimat.

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Kleeman in seinem Arbeitszimmer: Bis unter die Decke sind Aktenordner, Urkunden und Zeitungen gestapelt.

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Soldatenkarte von 1944: Werner Kleeman betrachtet eine Original-Landkarte von der allierten Invasion in der Normandie.

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Zeitzeuge Werner Kleeman: Erst 2004 fand er die Kraft, seine Erlebnisse aufzuschreiben. "Ich war dabei, war Teil der Geschichte", sagt er heute.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?