Jugend im Internat - DER SPIEGEL
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Jugend im Internat Bis der Wille brüchig wurde

Sprechverbot und Peitschenhiebe: Als Brigitte Königsberg 1946 von ihren Eltern in ein Jesuiten-Internat geschickt wurde, begannen für sie zwei düstere Jahre. Die Nonnen waren kaltherzig, der liebe Gott unfassbar fern - und nicht einmal Freundschaften waren erlaubt.
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Schlafsaal: Jedes Kind bekam hier ein Bett mit einem Nachtkästchen zugewiesen, abgetrennt waren die Schlafgelegenheiten nur durch dünne Gardinen. Sprechen war hier strikt untersagt und nachts wurde kontrolliert, ob die Kinder noch heimlich lasen. Nachttischlampen gab es allerdings keine.

Foto: Sacré C¿ur
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Brigitte Königsberg (Pfeil) mit Mitschülerinnen: Das Foto wurde an einem Feiertag aufgenommen. Deshalb tragen die Mädchen einen halblangen Schleier. Bei einigen Kindern sieht man das Moiré-Band, das ihnen wegen guten Verhaltens verliehen wurde. Das zweite Mädchen von links in der ersten Reihe ist Brigittes heimliche Freundin.

Foto: Josef Königsberg
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Das Internat: Ein altes Bild des Gebäudes von Sacré Coeur, dessen Orden bereits seit über 200 Jahren existiert.

Foto: Sacré C¿ur
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Die Kirche von Sacré Coeur: Für die Schülerinnen war der tägliche Kirchgang Pflicht. An christlichen Feiertagen fanden sogar mehrere Gottesdienste statt.

Foto: Sacré C¿ur
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Ein Klassenraum: Bereits seit 1868 werden in den Räumen von Sacré Coeur Kinder von Nonnen unterrichtet.

Foto: Sacré C¿ur
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Pensionatsgang: Auf den Fluren von Sacré Coeur, war es streng untersagt zu laufen. Ob die Kinder gehen durften oder stehen mussten, wurde von dem Klacken von Kastagnetten in den Händen der Nonnen bestimmt. Ein Klacken bedeutete stehen, zwei weitergehen.

Foto: Sacré C¿ur
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Speisesaal: Auch bei den Mahlzeiten gaben die Kastagnetten der Nonnen den Ton an - nur auf Klackkommando durfte gegessen oder gesprochen werden. Freundschaften der Kinder untereinander wurden allerdings nicht gern gesehen.

Foto: Sacré C¿ur
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Grundsteinlegung: 1891 wurde mit dieser Urkunde der Baubeginn einer "Erziehungsanstalt für junge Mädchen" auf dem "den Ordensfrauen vom hlst. Herzen Jesu geschenkten Boden" bezeugt.

Foto: Sacré C¿ur
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Der Haupteingang: Die Kinder durften das Internat nur selten verlassen. Einmal wurde der siebenjährigen Brigitte Königsberg sogar der Ausgang mit ihrer Mutter verweigert - diese war extra aus Belgrad angereist, um Zeit mit ihrer Tochter zu verbringen.

Foto: Sacré C¿ur
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