Jugend in den Siebzigern - DER SPIEGEL
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Jugend in den Siebzigern Weltrevolution im Schwarzwald

"E'n Berufsrevolutionär kämpft, bis er schtirbt": Als Schüler in den Siebzigern trug Adrian Geiges den Klassenkampf in die Klassenzimmer seiner badischen Provinzstadt. Doch Flugblätterschreiben und Eierwerfen reichte ihm bald nicht mehr - da machte ihm Genosse Kalle ein atemberaubendes Angebot.
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Adrian Geiges bei einer Schülerdemo: Auf dem Bild kokettiere ich scheinbar bescheiden mit der Kamera, aber natürlich wollten wir mit unserer Demo im Schwarzwald Ende der siebziger Jahre Aufmerksamkeit erregen. Was auf meinem Schild genau stand (irgendetwas mit "Schüler gemeinsam") weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich, wir demonstrierten für kleinere Schulklassen. Die Lösung war für uns einfach: Die Profitgier der Rüstungskonzerne knacken, von dort das Geld für mehr Bildung holen und neue Lehrer einstellen.

Foto: Adrian Geiges
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Schülerdemo im Schwarzwald: Kleinstädtische Idylle im Schwarzwald, aber für uns war es ein Ort des Klassenkampfes. Rechts oben mit Schild: der Autor Adrian Geiges.

Foto: Adrian Geiges
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Kommunistische Jugendkonferenz im Schwarzwald: Eine Kreisdelegiertenkonferenz der DKP-Jugendorganisation Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) Ende der siebziger Jahre in Freiburg, ganz links im "Präsidium" sitzt Adrian Geiges. An der Wand hängen die rote Fahne der SDAJ und Plakate, die sagen, dass die Zukunftshoffnungen im Kapitalismus im Müll landen. An den Tischen hängen Plakate mit dem Porträt von Karl Marx, jugendgemäß mit Motorradbrille.

Foto: Adrian Geiges
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Flügelbau: In dem imposanten Gebäude am Bogensee bei Berlin befand sich zu DDR-Zeiten die Hochschule der Freien Deutschen Jugend (FDJ), der Nachwuchsorganisation der SED. Der Westdeutsche Adrian Geiges wurde 1979/80 ein Jahr lang an der FDJ-Jugendhochschule ausgebildet. Dutzende Westkader wurden hier über Jahre im Geheimen geschult.

Foto: Holger Kühne
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Beflaggter Plattenbau: Den real existierenden Sozialismus des Ostens sollte Adrian Geiges bald aus eigener Anschauung kennenlernen - als er für ein Jahr zur kommunistischen Schulung in die DDR geschickt wurde.

Foto: DEFA-Stiftung
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