Jugendkultur - DER SPIEGEL
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Jugendkultur Akim macht böse

Jede Zeit hat ihre Sündenböcke für die Verrohung der Jugend: Killerspiele gelten heute als Wurzel allen Übels, davor war es das Fernsehen - und in den Fünfzigern standen sogar Comics auf dem Index. Eine Zeitreise durch die Medienschelte von damals.
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Auf dem Index: Die Geschichten des in den 1940ern in Italien geschaffenen Helden Akim waren seit 1953 in Deutschland erhältlich. Da die Comics brutaler waren als zu der Zeit zugelassen, gab es wiederholt Probleme mit der Bundesprüfstelle.

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"Amikinder": Gewalt hat Heranwachsende schon immer fasziniert. Diese Aufnahme von 1959 zeigt soganannte "Amikinder" in Frankfurt beim Krieg-Spielen.

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Brave Helden: Während Comics wie "Akim" wegen angeblicher Gewaltverherrlichung auf dem Index standen, durften Kinder in den 50er Jahren Micky Maus (hier mit Hund Pluto) und Mecki ungestraft lesen.

Foto: dpa
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Im Visier der Justiz: Um den Zugang zu brutalen Filme und Computerspielen (hier ein Jugendlicher beim Counter-Strike-Spielen) zu erschweren, hat das Kabinett Ende Dezember 2007 das Jugendschutzgesetz verschärft.

Foto: dpa
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Prämierter Comic: In "Maus" hat Art Spiegelmann die Geschichte seiner Eltern verarbeitet, die beide Auschwitz überlebt haben. Für den Comic erhielt der Künstler 1992 als erster Cartoonist den Pulitzerpreis.

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Splatter als Kunst: Regisseur Quentin Tarantino hat mit dem 1993 erschienenen Kinofilm "Pulp Fiction" gezeigt, dass Brutalität durchaus salonfähig sein kann. Der Film gewann diverse Preise, unter anderem die Goldene Palme von Cannes (1994) und einen Oscar in der Kategorie "Bestes Originaldrehbuch" (1995).

Foto: ddp images
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Preisverdächtig: In der Comic-Autobiographie "Persepolis" beschreibt Marjane Satrapi ihre Kindheit im Iran und ihre Jugendjahre in Wien und Teheran. Die Geschichte verfilmte die Illustratorin 2007 als Animationsfilm. Seit seinem Erscheinen hat "Persepolis" zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem den "Comic des Jahres" (2004, Frankfurter Buchmesse).

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Ballerspiel: Eine Szene aus "Doom 3", einem sogenannten Ego-Shooter-Computerspiel, das 2004 auf den deutschen Markt kam. Das Spiel ist ab 18 Jahren freigegeben. Alle Gegner, die dem Spieler im Verlauf des Spiels begegnen, sind Kreaturen der Hölle, und der Spieler ist in dieser bedrohlichen Umgebung ganz auf sich allein gestellt.

Foto: REUTERS
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Counter-Strike: Inhalt des stark umstrittenen Computerspiels ist ein stark taktisch geprägter Kampf zwischen zwei Gruppen, den Terroristen und der Antiterroreinheit ("Counter-Terroristen"). Der Amokläufer von Emsdetten soll unter anderem regelmäßig Counter-Strike gespielt und seine eigene Schule als Counter-Strike-Level nachgebaut haben. Hierdurch wurde die Diskussion über das Verbot sogenannter "Killerspiele" von neuem entfacht.

Foto: ddp
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Gewaltverherrlichung: Brutale Filme gab es auch schon zu Schwarz-Weiß-Zeiten. Hier ein Szenenausschnitt aus dem Eddie-Constantine-Streifen "Nick Carter schlägt alles zusammen", der 1964 in die Kinos kam.

Foto: ddp images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?