Jugendumfrage: Warum Eltern manchmal nerven - DER SPIEGEL
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Jugendumfrage Warum Eltern manchmal nerven

Womit können Eltern punkten? Was geht gar nicht? Für das Heft zum Thema Pubertät von SPIEGEL WISSEN beschrieben Jugendliche die Beziehung zu ihren Eltern - Lebenswelten zwischen Diskussionen, Freiheiten und alten Geschichten.
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Was magst du an deinen Eltern - und was nicht?

Dass sie meistens sehr unkompliziert sind, mir Freiheit lassen und ich mich bei ihnen einfach wohlfühlen kann. Was ich nicht mag, ist die Neugierde bei meinem Vater und die Ungeduld bei meiner Mutter.

Teresa, 14, Gymnasiastin in Sachsen

Teresa ist eine der Jugendlichen, die bei einer Umfrage des Magazins SPIEGEL WISSEN mitmachten. Die Redaktion wollte wissen, was junge Leute an ihren Eltern mögen - und was nicht. mehr...

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Ich finde meine Eltern toll, besonders, dass sie mir viel Freiheit zugestehen und mich immer unterstützen. Am wenigsten mag ich ihre Sturheit, die sie beide bei Meinungsverschiedenheiten an den Tag legen.

Ruben, 17, Gymnasiast in Sachsen

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Sie haben von vielen Erfahrungen zu berichten. Blöd ist nur, wenn sich die alten Geschichten ständig wiederholen.

Gustav, 17, Gesamtschüler in Niedersachsen

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Ich liebe es, dass meine Eltern sehr gute Erziehungsberechtigte sind und mir gleichzeitig meine Freiheiten lassen. Aber ich hasse es, dass sie Konflikten aus dem Wege gehen, sie ungern ausdiskutieren und sie ungern was Neues ausprobieren.

Carmen, 18, Gymnasiastin in Hessen

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An meinen Eltern mag ich, dass meine Mutter ein Mensch ist, der auch im Extremfall für mich da ist. Ich mag nicht, dass sie sich nicht eingestehen können, dass ihr Handeln und ihre Meinung nicht immer moralisch richtig sind.

Merlin, 15, Gymnasiast in Berlin

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Dass sie mir vertrauen, und zwar in allen Lebenslagen. Manchmal wünsche ich mir jedoch mehr Anteilnahme und Freude, wenn mir etwas gelungen ist.

Valerie, 18, Gymnasiastin in Bayern

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Meine Eltern begrenzen mich relativ wenig, allerdings halten sie die "lange" Zeit, die ich vor dem PC verbringe und die im Vergleich zu meinen Klassenkameraden durchschnittlich ist, für den Hauptfaktor meiner Schulleistungen.

Felix, 15, Gymnasiast in Bayern

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Ich mag an meinen Eltern, dass sie noch so jung sind. Ich finde auch gut, dass ich mir Sachen selber kaufen muss, da man so vor dem Kauf noch einmal überlegt, ob es wirklich notwendig ist, die Sache zu besitzen. Ich mag nicht, dass sie nicht so gerne wollen, dass ich eine Softair besitze.

Sören, 13, Waldorfschüler in Schleswig-Holstein

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Was ist das Schlimmste, das dir je passiert ist? - das wollte die SPIEGEL-WISSEN-Redaktion ebenfalls von Jugendlichen erfahren. Schülerin Madlen antwortete darauf:

Einem geliebten Menschen nicht die Wahrheit gesagt zu haben.

Madlen, 18, Abiturientin in Thüringen.

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Dass ein Konflikt zwischen mir und meiner Mum den Kontakt zwischen uns eine Zeit lang getrennt hat. Es gab Zeiten, da wäre eine Mutter nicht schlecht gewesen.

Martina, 18, Fachoberschülerin in Thüringen

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Sechseinhalb Stunden Gedächtnisverlust.

Florian, 16, Auszubildender in Bayern

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Eine Internets-Liebe, die nur drei Tage hielt, mich aber für sieben Monate todunglücklich machte.

Okan, 17, Gymnasiast in Baden-Württemberg

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Der Tod meiner Mama und die Wiederheirat meines Vaters.

Fabienne, 17, Gymnasiastin in Baden-Württemberg

Foto: Brian Bailey
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Ein Mädchen hat mich in Deutschland absichtlich angespuckt, das war ein schreckliches Gefühl.

Lea, 16, zurzeit Schülerin an der Deutschen Schule Nairobi, sonst Gymnasium Siegen

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Ich habe die Armbanduhr, die mir meine Eltern zur Firmung geschenkt hatten, nach nicht einmal zwei Jahren verloren.

Ruben, 17, Gymnasiast in Sachsen

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Am schlimmsten sind familiäre Krisen, denen man nicht aus dem Weg gehen kann. Etwa der Schlaganfall meines Vaters.

Carmen, 18, Gymnasiastin in Hessen

17 / 27

Ich musste in einem Theaterstück einen idiotischen Opa spielen.

Alex, 12, Schüler in Bayern

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Was macht Dich glücklich? - das wollte die SPIEGEL-WISSEN-Redaktion ebenfalls von Jugendlichen erfahren. Schülerin Lea antwortete darauf:

Wenn ich Zeit mit meinem Bruder oder einer Freundin auf meinem Trampolin verbringe und einfach ausgelassen springen und lachen kann.

Lea, 16, zurzeit Schülerin an der Deutschen Schule Nairobi, sonst Gymnasium Siegen.

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Ich bin glücklich, wenn ich mich traue, anderen meine Meinung offen ins Gesicht zu sagen. Ich finde, dass die Welt viel zu verkniffen ist. Alle kümmern sich um die öffentliche Meinung und nicht um ihre eigene.

Merlin, 15, Gymnasiast in Berlin

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Mich macht es glücklich, wenn ich meinen geistig sowie körperlich behinderten Bruder lachen sehe.

Christoph, 16, Gymnasiast in Baden-Württemberg

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Mich macht die Umarmung meines Freundes glücklich, nachdem ich ihn am Vortag betrogen habe. Und Zigaretten.

Madia, 16, Gesamtschülerin in Hessen

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Mich macht es besonders glücklich, wenn mich ein Mädchen küsst.

Sören, 13, Waldorfschüler in Schleswig-Holstein

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Wenn ich ganz genau spüre, dass etwas Schönes, Neues in mir passiert. Wenn ich eine phantastische Idee habe oder wenn ich eine Person mit völlig neuen Augen sehe, weil ich mich verliebt habe.

Viktoria, 17, Schülerin am Hochbegabten-Gymnasium in Baden-Württemberg

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Wenn ich mein vorgenommenes Ziel, vor allem in der Schule, erreiche. Zum Beispiel mein gutes Zeugnis mit einem Schnitt von 1,66.

Valerie, 18, Gymnasiastin in Bayern

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Wenn ich Tic Tacs esse, bin ich besonders glücklich, also praktisch die Hälfte meiner Lebenszeit.

Felix, 15, Gymnasiast in Bayern

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Wenn ich Gitarre spiele, bin ich glücklich.

Michael, 12, Schüler in Bayern

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Diese Umfrage entstand für das aktuelle SPIEGEL WISSEN 2/2010 zum Thema "Pubertät". Hier geht es zum Inhaltverzeichnis, und hier oder im Zeitschriftenhandel gibt es das Heft zu kaufen.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?