Julikrise - DER SPIEGEL
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Julikrise Der ersehnte Weltkrieg

Der Mord an Österreichs Thronfolger Franz Ferdinand stürzte Europa 1914 in eine diplomatische Krise und schließlich in den Weltkrieg. Dabei gab es Chancen für den Frieden. Doch österreichische Politiker und deutsche Militärs forderten vehement den Waffengang - bis auch der Reichskanzler einknickte.
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Sturmangriff: Im Grabenkrieg an der Westfront treten britische Soldaten zum Angriff an. Der Erste Weltkrieg, ausgelöst durch die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand im Juni 1914, endete erst nach fast viereinhalb Jahren im November 1918.

Foto: AP
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"Gott mit uns!": Postkarte von 1914 mit Porträts von Wilhelm II. (r.) und Franz Joseph I. sowie Abschied nehmenden Soldaten. Kaiser Wilhelm II. hatte für den 2. August 1914 die Mobilmachung von Heer und Flotte angeordnet.

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Jubel in Berlin: Freudig wird Kronprinz Wilhelm auf seiner Fahrt am 1. August 1914 durch die Straßen Berlins begrüßt - einen Tag, nachdem er die Mobilmachung bekanntgegeben hatte.

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Weg in den Weltkrieg: Berliner lesen an einer Litfaßsäule das Plakat mit der Verkündung des "Zustands drohender Kriegsgefahr".

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Geld für den Waffengang: Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg fordert auf der Reichstagssitzung am 4. August 1914 die Zustimmung zu den Kriegskrediten - und erhält sie ohne Gegenstimmen.

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Reichskanzler Bethmann Hollweg: In den entscheidenden Tagen vor dem deutschen "Blankoscheck" für Wien beriet sich Reichskanzler Theodor von Bethmann Hollweg wiederholt mit Kaiser Wilhelm II. Die fatalen Folgen der freien Hand für Wien sah er als einer der Ersten voraus. Es stehe ein "Sprung ins Dunkle" bevor, notierte Bethmann Hollweg nach dem österreichischen Ultimatum an Serbien - es drohe gar die "Umwälzung alles Bestehenden".

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Mobilmachung in Kassel: Soldaten des Infanterie-Regiments 83 verlassen Kassel in den ersten Kriegstagen.

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Verabschiedung: Die ersten Truppen aus Berlin ziehen in den Krieg. Das Foto stammt vom 2. August 1914.

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Jubelnd in die Katastrophe: Deutsche Soldaten fahren nach dem Kriegsausbruch in freudiger Stimmung an die Front im Westen - und schreiben mit Kreide optimistische Sprüche an die Eisenbahnwaggons.

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Die wichtigste Meldung: Zum Kriegsausbruch am 1. August 1914 veröffentlichte der "Neue Görlitzer Anzeiger" ein Extra-Blatt. Die Schlagzeile lautete: "Der Deutsche Kaiser hat die Mobilmachung angeordnet."

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-87802-0004

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Totes Thronfolgerpaar: Der österreichische Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie liegen aufgebahrt in ihren Särgen. Das Ehepaar fand seine letzte Ruhestätte in einer Gruft der Schlosskirche von Artstetten in Niederösterreich. Im Schloss selbst befindet sich heute das Franz-Ferdinand-Museum.

Foto: Getty Images
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Kriegserinnerungen 1914: Zu Beginn des Ersten Weltkrieges dachte man, der Krieg sei in kurzer Zeit beendet. Die Kassette sollte die Erinnerungsstücke an den kurzen Krieg aufbewahren. Das erst 1918 der Krieg beendet wurde, glaubte damals niemand.

Das Foto zeigt den Kassettendeckel der Schatulle "Kriegserinnerungen 1914".

Foto: Karl Schillinger
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Generaloberst von Seeckt: Der Generaloberst Hans von Seeckt, hier in Ankara, hat sich im Ersten Weltkrieg verdient gemacht. Er war zunächst Chef des Generalstabs der 11. Armee, Schlacht von Gorlice-Tarnow, Feldzug in Galizien und Polen, dann als Chef der Heeresgruppe Mackensen (Eroberung Serbiens) und des Erzherzog-Thronfolgers Karl (Feldzug gegen Rumänien). Seit Ende 1917 war er Chef des Generalstabs des türkischen Heeres.

Eingereicht von einestages-Leser Karl Schillinger.

Foto: Karl Schillinger
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