Architektur-Fotos Wiederentdeckungen aus Shulmans Archiven
Das Hattenbach Anwesen von Architekt Raymond Kappe lichtete Julius Shulman mehrmals ab. Diese Aufnahme stammt aus 1975 und gehört zu den nun in einem Bildband veröffentlichten Bildern aus dem Archiv des Fotografen. Originalabzüge von Shulman kosten mehrere Tausend US-Dollar.
Das "Triponent" House gehört zu jenen Bauwerken der Moderne, die durch eine von Shulmans Aufnahmen berühmt wurden. Das von Bernard Judge gebaute Haus geht auf Entwürfe des Visionärs Buckminster Fuller zurück.
Das Coston House in Oklahoma City wurde vom gleichnamigen Architekten aus einem alten Farmhaus komplett als moderne Behausung mit zeltartiger Decke umgestaltet.
Freigelegte Dachträger verleihen dem Gebäude ein für die damalige Zeit ungewöhnliches Aussehen. Das Wohnzimmer war an drei Seiten zur Landschaft hin geöffnet.
Jon Antelline war erst 19 Jahre alt, als er sein Wohnhaus plante. Der Architekt konzipierte seine Antelline Residence nach Vorbild eines Kreises, der auf drei Wohnebenen in unterschiedlicher Form auftaucht. Konsequent wendete er das Gestaltungsprinzip in der Küche an, wo schlicht alles rund ist.
Mit "Modernism Rediscovered" setzt der Taschen-Verlag nun auch jenen Häusern ein Denkmal, die es kaum oder gar nicht aus Shulmans Archiven in die Architektur- und Publikumszeitschriften geschafft haben.
Dieses Bürogebäude mit direkter Glasfront zum künstlich angelegten Bächlein errichteten Hugh und Donald Gibbs in Long Beach.
Die Crites Residence in Cedar Rapids, Iowa, wurde von ihren Architekten mit Blick auf die Perspektiven aus dem Wohnzimmer gebaut.
Der Pavillon des Mirman Hauses, aufgenommen 1959 in Kalifornien: Mit seiner Arbeit hat Shulman in den Sechziger- und Siebzigerjahren das Image der kalifornischen Welt mitgeprägt.
Julius Shulman 1998 in seinem Büro. Der 2009 verstorbene Fotograf hinterließ ein gut sortiertes Archiv mit mehr als 260.000 Bildern, viele davon unveröffentlicht.
Julius Shulman, Pierluigi Serraino: "Julius Shulman. Die wiederentdeckte Moderne". Die 636 Seiten sind im Taschen-Verlag erschienen und kosten 15 Euro.