Fotoprojekt von Junior Luz Die haben da was im Gesicht
"Ich betrachte Menschen und stelle mir immer vor, sie hätten ihr Gesicht mit Essen verschmiert", sagt der Fotograf Junior Luz. So sei er auf die Idee für sein jüngstes Projekt gekommen. Er habe seine Freunde versammelt, sie nach ihren Lieblingsessen gefragt - und nach einiger Vorbereitung entstanden Bilder wie dieses.
Das Speckfoto war das erste aus der Projektreihe "Cara-Comida", frei übersetzt etwa: Essensgesichter. Drei Kilo von dem Fleisch habe er dafür gebraucht, sagt Luz. Entstanden sei ein "außergewöhnlich beeindruckendes Foto".
Bei der Auswahl der Lebensmittel spricht sich der Fotograf eng mit seinem Team ab. Es gehe auch darum, dass die Waren eine gute Oberfläche hätten - und dass sie leicht zu besorgen seien.
Mit seinem Projekt sei er gerade erst gestartet, sagt Luz. Er plant, aus den Essensgesichter-Fotos ein Buch zu machen. Außerdem will er eine Ausstellung mit den besten Bildern organisieren.
"Ich bin ein Künstler, der in einer anderen Dimension lebt", sagt Luz. Und etwas aus dieser anderen Dimension wolle er durch seine Fotos an die Betrachter weitergeben. Wer seine Bilder sehe, solle dabei etwas fühlen. "Jede Gefühlsregung ist wertvoll."
Bilder wie dieses seien in der Produktion recht einfach, sagt Luz. Äpfel seien leicht zu bekommen und für das Foto gut zu präparieren. Schwieriger sei es beispielsweise mit Spiegeleiern: Er habe einmal mehr als drei Stunden damit zugebracht, die Eier zu braten. Tagelang habe sein Studio nach ihnen gerochen.
Junior Luz lebt in Brasilien, er arbeitet seit etwa fünf Jahren als Fotograf. Nebenbei gibt er Seminare und dreht Videos.
Lieblingsessen Kiwis: Nicht nur für die Fotocrew ist das Projekt eine Herausforderung. Auch den Models wird einiges abverlangt. Sie müssen möglichst ruhig posieren, während sie von ihrem Lieblingsessen umgeben sind.
Bevor sie in das Bad aus Essen kommen, werden die Gesichter der Models entsprechend vorbereitet: Dieser Bananen-Fan beispielsweise wurde vor dem Fotoshooting mit gelber Farbe bemalt.