Jurij Gagarin: Nationalheld und Vorbild - DER SPIEGEL
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Jurij Gagarin Nationalheld und Vorbild

Vor 50 Jahren startete Jurij Gagarin als erster Mensch ins All. Seine Reise sicherte Moskaus Fachleuten bis heute einen Vorsprung in der bemannten Raumfahrt. Mit Milliardeninvestitionen will Russland seine Rolle trotz technischer Schwierigkeiten verteidigen.
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Start von "Wostok 1" am 12. April 1961 in Baikonur: Vor einem halben Jahrhundert markierte Gagarins Ausflug in die Erdumlaufbahn den Aufbruch des Menschen ins All. Die Mission mit dem Funkzeichen "Zeder" läutete auch eine Vorherrschaft Moskaus in der bemannten Raumfahrt ein, die - mit zwischenzeitlichen Abschwächungen - bis heute Bestand hat.

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US-Schlagzeilen nach dem historischen Flug: Der Westen war traumatisiert und konsterniert zugleich. Die Nasa hatte bis zu diesem Punkt gerade einmal einen Schimpansen auf eine kurze Raketenreise geschickt.

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"Wostok"-Raumschiff (bei einer Ausstellung in Moskau, April 1968): "Wenn schon sein, dann erster sein", schrieb Gagarin in seinem Abschiedsbrief. Der Satz ist zum Motto einer ganzen Generation sowjetischer Weltraumpioniere geworden.

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Nationalheld Gagarin: Auf die Rolle des großen Helden war der Kosmonaut nicht vorbereitet worden.

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Gefeierter Kosmonaut Gagarin (1968): Bis zu seinem Tod hoffte der erste Kosmonaut, noch ein zweites Mal ins All fliegen zu dürfen.

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"Wostok 1" vor dem Start (1961): Gagarin landete nicht in der Kapsel, sondern stieg in 7000 Metern Höhe mit einem Schleudersitz aus.

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"Wostok 1" vor dem Start (1961): Sowohl aktuelle Raketen als auch Kapseln gehen auf die absoluten Anfänge des sowjetischen Raumfahrtprogramms zurück.

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Gagarin mit Frau Valentina und Tochter Jelena (1960): "Falls mir etwas zustößt, dann bitte ich Euch, kommt nicht um vor Leid", schrieb Gagarin vor dem Start in einem Abschiedsbrief.

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Begrüßung durch Nikita Chruschtschow (1961): Nach Gagarins Flug war der Staatschef höchstpersönlich zum Flughafen geeilt.

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Gagarin mit Konstrukteur Sergej Koroljow (1961): Sowjetische Weltraumpioniere errichteten die rote Raketenvormacht aus den Trümmern ihres kriegszerstörten Landes. Vor allem zum Start des Weltraumprogramms stellten sie unter Leitung des legendären Sergej Koroljow ("Kompliziert bauen kann jeder") einen Rekord nach dem anderen auf.

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Propagandatour (Gagarin hier mit Fidel Castro, 1961): Die Sowjetführung schickte ihren Helden zu einer Propagandareise um die Welt.

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Empfang in London (1961): In der britischen Hauptstadt traf der Kosmonaut unter anderem den damaligen Premierminister Harold Macmillan (rechts).

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Staatsbegräbnis (2. April 1968): Gagarin wurde nach seinem Flugzeugabsturz direkt an der Moskauer Kremlmauer beigesetzt.

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Heldenverehrung: Im Moskauer Kosmonautenmuseum (hier ein Bild von 1997) ist eine große Statue Gagarins zu sehen.

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US-Geschenk: Diese Plakette zur Erinnerung an Gagarin schenkte die Nasa ihren Sowjetkollegen.

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Raumfahrtrelikt: Diese "Wostok 3KA-2" Kapsel, die zur Vorbereitung von Gagarins Flug genutzt wurde, stand im Frühjahr 2011 im Angebotskatalog des Auktionshauses Sotheby's.

Foto: © STR New / Reuters
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