Kahn-Abschied Häuptling der Handschuhe
Ergreifend: Als letzter Spieler betrat Oliver Kahn das Feld vor seinem Abschiedsspiel mit dem FC Bayern München gegen die deutsche Nationalmannschaft.
69.000 Zuschauer verabschiedeten den Publikumsliebling, dessen Gesicht ein wenig Wehmut offenbarte. Für gute Laune ...
... sorgten dann die ehemaligen Kollegen Mark von Bommel und Luca Toni. Der Italiener stotterte schon vor dem Einlaufen in die Allianz-Arena ob der lautstarken "Oli, Oli"-Rufe mehrfach "unglaublich" in den Katakomben der Arena.
Abschied: Zum letzten Mal stellte sich Kahn mit dem Rekordmeister, für den er von 1994 bis 2008 insgesamt 429 Bundesliga- und 103 Champions-League-Spiele bestritten hat, zum Gruppenfoto auf. Danach hieß es ein letztes Mal ...
... Handschuhe anziehen und den Kasten sauber halten. Und vielleicht kurz an die größten Erfolge denken: Achtmal war Kahn mit den Bayern Deutscher Meister. Die Champions League gewann er 2001, zum Welttorhüter wurde er 1999, 2001 und 2002 gekürt, fünfmal war er bester Bundesliga-Torhüter.
Respekt: Auch Kahns Ehefrau Simone wurde auf der Tribüne beim Beifallspenden gesichtet.
Häuptling: Auf dem Platz dann das gewohnte Bild. Oliver Kahn dirigierte seine Vorderleute lautstark. In der dritten Minute ...
... wurde er erstmals von Bastian Schweinsteiger geprüft, doch Kahn entschärfte den Schuss seines ehemaligen Mitspielers. Für einige Sekunden sah es so aus, als wolle er seine Beute gar nicht mehr loslassen.
Gegentor: Ausgerechnet der Ex-Bayer Piotr Trochowski erzielt in der 33. Minute die 1:0-Führung für das deutsche Team. Sehr zum Ärger der ...
... lautstarken Kahn-Fans, die das Nationalteam gnadenlos auspfeifen.
Immer weitermachen: Diese wohl berühmteste Kahn-Redewendung gilt nun nicht mehr auf dem grünen Rasen.
Ehre, wem Ehre gebührt. Kahn sprach nach der Ehrenrunde, die er in eine Bayern-Fahne gehüllt absolvierte, vom "größten Moment seiner Laufbahn".
Servus, Oli!