Kalenderblatt: 13.3.1991 Flucht nach Russland
Zurück nach Deutschland: Der frühere DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker, verlies am 29.07.1992 mit geballter Faust die chilenische Botschaft in Moskau, begleitet vom chilenischen Sonderbotschafter R. James Holger (r.) und seiner Frau Margot Honecker. Honecker hatte sich nach dem Zusammenbruch des SED-Regimes in der DDR am 13. März 1991 nach Moskau geflüchtet, um einer strafrechtlichen Verfolgung durch die deutsche Justiz zu entgehen. Erst nachdem ihm weder die russische noch die chilenische Regierung weiter Schutz gewähren wollte, kehrte er nach Deutschland zurück.
Das Politbüro grüßt: SED-Generalsekretär Erich Honecker (M.), DDR- Verteidigungsminister Heinz Hoffmann (l.), und Ministerrats-Vorsitzender Willi Stoph (dazwischen) nehmen die Parade der Kampfgruppen zum 15. Jahrestag der "Errichtung des antifaschistischen Schutzwalles", also des Mauerbaus ab. Bald nach dem Jubeltag geriet die "führende Partei" in schweres Wasser: Am 22. August verbrannte sich sich der Pfarrer Oskar Brüsewitz aus Protest gegen die Jugendpolitik der SED auf dem Marktplatz von Zeitz, ein Vierteljahr darauf löste die SED mit der Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann eine nie dagewesene Protestwelle aus. Der SED-Renegat Rudolf Bahro publizierte im Jahr darauf sein SED-kritisches Buch "Die Alternative", Anfang 1978 folgte ein konspirativer "Bund deutscher Kommunisten" mit einem im SPIEGEL publizierten "Manifest der Opposition", das zur Schließung des Ost-Berliner SPIEGEL-Büros führte.
Kongress im Palast der Republik: Eine Rede des Generalsekretärs des ZK der SED und Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Erich Honecker
Honecker mit Soldaten: Der SED-Chef zeichnet DDR-Soldaten für besondere Leistungen aus
Auf der Jagd: In seiner Freizeit fuhr der DDR-Staatschef regelmäßig zu seiner Jagdhütte in der Schorfheide, um Hirsche zu schießen