Kalenderblatt: 17.7.1969 Born to be wild
Der Freiheit entgegen: Die Premiere von "Easy Rider" fand Mitte Juli 1969 im New Yorker Beekman-Theater statt. Das Premierenpublikum barfuss, in der Luft ein Hauch von Marihuana - so etwas hatte man im Beekman noch nicht erlebt.
Annäherungsversuch: Aus einem Bordell in New Orleans nehmen Billy und Wyatt zwei Prostituierte mit zu einem Friedhof. Nachdem sie dort gemeinsam LSD genommen haben, erleben sie einen psychedelischen Trip.
Ein Joint am Lagerfeuer: Durch Drogen und Unangepasstheit in einer von konservativen Gedanken beherrschten Welt versuchen die Figuren in "Easy Rider" ihre Freiheit zu gewinnen. Das Konzept stieß bei vielen Zeitgenossen auf wenig Gegenliebe.
Gegen das Establishment: Am Ende des Films werden die beiden Helden brutal erschossen - eine Szene, die von konservativen Zeitgenossen in so manchem Kino mit Applaus bedacht wurde.
Kultmaschinen: Die Firma Harley Davidson konnte sich durch "Easy Rider" vor dem Ruin retten - obwohl in dem Film nur umgebaute Auslaufmodelle zu sehen waren und man erst sehr viel später begann, die von dem Film inspirierten Motorradmodelle herzustellen.
Ein Easy Ride in Cannes: Entspannt genossen Peter Fonda (l.) und Dennis Hopper im Mai 1969 die Atmosphäre der Filmfestspiele von Cannes. Hier mussten die beiden nicht mit Anfeindungen rechnen, wie sie sie in weiten Teilen der USA erlebt hatten.
Der Beginn einer Freundschaft: Nachdem die beiden Helden des Films auf ihrer Reise von Los Angeles nach New Orleans verhaftet und ins Gefängnis gesperrt wurden, treffen sie auf den jungen Anwalt George Hanson (Jack Nicholson).
Nette Unterhaltung: Die meiste Zeit des Films ecken die beiden Hauptfiguren von "Easy Rider" aufgrund ihres Aussehens und ihrer langen Haare an und stoßen auf Ablehnung. Einige Leute - vor allem junge Frauen - sind dann aber doch nett zu den beiden.
Die Outlaws und ihr Anwalt: Die Hauptfiguren in "Easy Rider" waren der von Dennis Hopper gespielte Billy, nach dem amerikanischen Westernhelden Billy the Kid, und Peter Fonda als Wyatt, benannt nach Revolverheld Wyatt Earp. Jack Nicholson verkörperte ihren Anwalt George Hanson.
Ein Hauch von Freiheit: "Easy Rider" war der Film, der wie kein anderer das Gefühl der Hippie-Generation widerspiegelte. Am 17. Juli 1969 rollten in den USA zum ersten Mal Dennis Hopper und Peter Fonda mit ihren Motorrädern über die Kinoleinwände und lösten damit Begeisterungsstürme beim jungen Publikum aus.
Geschäftstüchtige Hippies: "Easy Rider" wurde 1969 innerhalb von sieben Wochen mit einem Gesamtbudget von nur 500.000 Dollar gedreht. Die Kosten wurden in nur einer Woche in einem einzigen Theater wieder eingespielt. Insgesamt beliefen sich die Einnahmen des Roadmovies auf über 19 Millionen Dollar.
Verteidiger der Freiheit: "Wyatt und Billy", sagt Jack Nicholson als Anwalt in "Easy Rider", stehen "für die Freiheit, ergo müssen sie vernichtet werden."
Die "Easy Rider"-Crew in Cannes: In den USA war "Easy Rider" so heftig umstritten, dass der Film in zwei Bundesstaaten ein totales Aufführungsverbot bekam. Bei den Filmfestspielen in Cannes 1969 allerdings wurde der von Peter Fonda (l.), Dennis Hopper (M.) und Jack Nicholson präsentierte Streifen als bestes Erstlingswerk ausgezeichnet.
Ein Stern für den Rebellen: Im Oktober 2003 bekam Peter Fonda einen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood. Gemeinsam mit seinem Enkel Thomas McGuarie freute er sich über die Auszeichnung.
Steppenwolf: In "Easy Rider" wurde kein eigens komponierter Soundtrack zur Untermalung des Films benutzt, stattdessen spielte man Rocksongs aus der Zeit. So wurde mit dem Roadmovie auch Steppenwolfs "Born to be Wild" unsterblich.