Kalenderblatt: 5.12.1934 Gleichschaltung der Justiz
Urteil für den Führer: Am 5. Dezember 1934 trat das "Gesetz zur Überleitung der Rechtspflege auf das Reich" in Kraft. Die Justizministerien der Länder wurden darin aufgelöst und die Justiz in Berlin zentralisiert. Die Nationalsozialisten stärkten damit ihre Macht.
Einer der berüchtigsten NS-Richter war der Präsident des Volksgerichtshofs, Roland Freisler, der im "Dritten Reich" Tausende von Todesurteilen fällte. Seine Verhandlungen waren zumeist Schauprozesse, deren Ausgang von vornherein feststand. Im Bild ist Freisler in einem seiner Prozesse gegen Angehörige des Widerstandes vom 20.07.1944 zu sehen. Von links nach rechts: General Hermann Reinecke, Gerichtspräsident Roland Freisler und Volksgerichtsrat Paul Lämmle als Beisitzer.