Kalenderblatt: 6.6.1971 Ein Sieg für 40.000 Mark
Start eines Skandals: Horst-Gregorio Canellas (Mitte), Präsident des Bundesliga-Absteigers Kickers Offenbach, löste den Bundesliga-Skandal aus, als er an seinem 50. Geburtstag Fußballfunktionäre und Pressevertreter zu sich nach Hause einlud. Er spielte ihnen ein Tonband vor, das belegte, das Bundesligaspiele der Saison 1970/71 verschoben worden waren.
Reinhard "Stan" Libuda: "Keiner kommt an Gott vorbei, außer Stan Libuda", glaubt man bis heute in Gelsenkirchen-Schalke. Doch der Nationalspieler, hier links im Bild während eines Zweikampfs im DFB-Pokalfinale 1969, ließ sich in der Bundesliga-Saison 1970/71 fürs schlechte Spielen bezahlen: Wie 52 andere Spieler, Trainer und Funktionäre war er in den Bundesliga-Skandal verwickelt.
Siegestaumel: Nach dem Schlusspfiff des Fußball-WM-Finales am 7. Juli 1974 in München reckte Gerd Müller jubelnd die Rechte empor. Bundestrainer Helmut Schön (l.) freute sich ebenso wie Tausende Fans im Stadion und vor den Fernsehern mit ihm - an den Bundesliga-Skandal von 1971 dachte in diesem Moment sicher keiner.