Wüste in Kalifornien "Mad Max"-Festival im Ödland
Was mit ein paar Dutzend Enthusiasten begann, hat sich zu einem großen postapokalyptischen Festival entwickelt: Im vergangenen Herbst sind etwa 4000 Fans der "Mad Max"-Kultfilme von Regisseur George Miller in einen Zipfel der Mojave-Wüste im Süden Kaliforniens gereist, um das Wasteland Weekend zu feiern. Fotograf Joe Pettet-Smith hat sie begleitet.
Wächter des Ödlands: Tank, ein Elite-Wachmann, achtet darauf, dass nur Besucher in Kostümen das Festivalgelände betreten. Dieses liegt laut "Guardian" zwischen Hollywood und einem inzwischen stillgelegten Versuchsfeld für atomare Sprengköpfe in Nevada.
Mumma Giddy: Für ein paar Tage leben die Festivalteilnehmer in einer Welt, wie sie nach einem gesellschaftlichen Neustart aussehen könnte - bei knapp 38 Grad Celsius in einer staubigen Dystopie, so wie sie in den Filmen dargestellt wird.
Die meisten Besucher schlafen in Zelten - so wie hier am "Weg der Verdammnis". "Ein Albtraum aus Gewalt, Blut, Schrott und Grauen", heißt es im "Lexikon des internationalen Films" zum Thema "Mad Max". Bei dem Festival gehe es jedoch nicht darum, sich auf eine echte Apokalypse einzustellen, sagte Veranstaltungsleiter Jared Butler dem "Guardian". Es gehe darum, eine großartige Zeit in einer Fantasy-Apokalypse zu verbringen.
Dieser Teilnehmer hat sich als Ace verkleidet - ein Krieger aus dem jüngsten Film "Mad Max: Fury Road". Er sagt: "Sobald man auf dieser Veranstaltung ist, fühlt es sich an wie ein großes Familientreffen, bei dem einen alle willkommen heißen."
Dieser Festivalbesucher ist als Lord Humungus aufgetaucht, Anführer einer marodierenden Motorradgang aus "Mad Max II - Der Vollstrecker".
Axel bereitet sich auf eine Partie Jugger vor: Das Spiel geht auf den Film "Die Jugger Kampf der Besten" zurück. Ziel ist es, einen Hundeschädel im Tor (Mal) des gegnerischen Teams zu platzieren. Bis auf den Läufer sind alle Spieler einer Mannschaft mit gepolsterten Waffen (Pompfen) ausgerüstet.
Ashley war zum dritten Mal bei einem Wasteland Weekend dabei: "Die Menschen hier nutzen die Gelegenheit, um herauszufinden, wie man sich auf große Ereignisse vorbereiten kann", sagt sie. "Menschen waren schon immer fasziniert von der Vorstellung vom Ende der Welt."
Umgestaltete Strandbuggys: Für Eric Davidson, im echten Leben IT-Experte, ist das Festival die Gelegenheit, "für eine gewisse Zeit der Realität zu entkommen", wie er dem "Guardian" sagte.
Daryl hat sich als Charakter aus Kevin Costners Film "Postman" verkleidet.
Thunder Cat (l.) und Possum: Diese beiden Teilnehmer traf Fotograf Joe Pettet-Smith am Rande des Festivalgeländes. Auch im Herbst 2019 soll das Festival wieder stattfinden.