US-Hochgeschwindigkeitszug Mit 350 Stundenkilometern in die Zukunft
Nach jahrzehntelangem Aufschub soll in Kalifornien die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke der USA entstehen.
Die Superzüge sollen mit einer Geschwindigkeit von 350 Stundenkilometern in nur drei Stunden von Sacramento bis Los Angeles fahren.
Rund um Madera am Fresno River begannen Subunternehmer im Sommer 2014 mit dem Bau einer Teststrecke - nun soll die echte Trasse kommen.
In dem Testbereich haben Ingenieure zunächst die Bodeneigenschaften überprüft. Der offizielle Spatenstich für das 68-Milliarden-Dollar-Vorhaben erfolgt nun, die ersten Züge sollen 2028 fahren.
"Wir hoffen, dass wir bald anfangen können", sagt Armin Kick vom Siemens-Konzern, der sich um den Bau der Züge bewirbt. Der Auftrag passt auch gut in die neue aggressive USA-Strategie von Siemens-Chef Joe Kaeser.
Eine Wiese am Rande des Siemens-Geländes in Sacramento ist schon reserviert, für eine Fabrikhalle, in der die neuen Hochgeschwindigkeitszüge gebaut werden sollen. Hier stellt Siemens Nahverkehrszüge und Straßenbahnen für Städte wie San Diego, Atlanta und Minneapolis her.
Seit 1992 produziert Siemens in dem 35.000 Quadratmeter großen Werk im Jahr rund hundert Bahnwaggons.
Auch Elektroloks entstehen hier. Die ersten übergab Siemens Anfang 2014 feierlich an das amerikanische Bahnunternehmen Amtrak.
Viele Bestandteile der Züge werden in Handarbeit zusammengeschweißt.
Siemens' Bahn-Design für die USA beruht auf seinem europäischen Velaro-Modell, einer Weiterentwicklung des ICE 3.