Kalte Fusion: Mär oder Durchbruch? - DER SPIEGEL
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Kalte Fusion Mär oder Durchbruch?

Geniale Idee oder reiner Schwindel? Ein italienischer Forscher behauptet, er habe einen Fusionsreaktor gebaut. Die Erfindung könnte die Energieprobleme der Menschheit lösen. Doch der Tüftler weigert sich, das Mini-Kraftwerk von unabhängigen Experten prüfen zu lassen.
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Indiz für Kalte Fusion: Im Jahr 2009 behaupteten US-Forscher, sie hätten einen wissenschaftlichen Beleg für die Produktion schneller Neutronen in einem Experiment zur Kalten Fusion gefunden. Dabei verschmelzen ein Deuterium- und ein Tritiumkern zu einem Heliumkern. Diese drei eng nebeneinanderliegenden Spuren sollten nach Meinung der Forschern belegen, dass bei ihrem Experiment tatsächlich ein Heliumkern entstanden ist. Das dabei freigesetzte schnelle Neutron soll dann einen Kohlenstoffkern zerschlagen haben. Die drei Löcher sollten die Spuren der dabei entstandenen Heliumkerne sein.

Foto: SPAWAR/ Pam Boss
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Alternative Trägheitsfusion (Zeichnung): Eine kleine Kapsel eines Gemisches aus Deuterium und Tritium soll durch Laserstrahlen so stark erhitzt werden, dass eine Kernfusion einsetzt. An dieser Methode arbeiten Wissenschaftler im Los Alamos National Laboratory der US-Regierung.

Foto: LLNL/ LLC
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Kernfusion im großen Maßstab: In der Nähe des südfranzösischen Örtchens Saint-Paul-lès-Durance soll eines der größten Forschungsprojekte der Welt entstehen. Im Inneren des Forschungsreaktors "Iter" soll eines Tages Plasma aus den Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium in starken Magnetfeldern eingeschlossen und auf bis zu 150 Millionen Grad erhitzt werden - und beim Prozess der Kernfusion große Mengen an Energie freisetzen.

Foto: DPA/ ITER
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"Iter"-Baustelle aus der Luft (Archivbild): Die technischen Herausforderungen für den geplanten Fusionsreaktor sind groß, die Kosten explodieren. Der Italiener Andrea Rossi behauptet nun, er habe einen deutlich simpleren Fusionsreaktor gebaut. Doch er weigert sich, sein angebliches Mini-Kraftwerk unabhängig prüfen zu lassen.

Foto: Agence ITER France
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?