Kalter Krieg Milliardenspritze für den Mauerbauer
Franz-Josef Strauß und Erich Honecker: Der damalige bayerische Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (l.) bei seinem Besuch in der DDR am 24. Juli 1983 mit dem Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker. Ausgerechnet Strauß, jahrzehntelang Vorkämpfer einer harten Linie in der Ostpolitik, hatte einen Milliardenkredit westlicher Privatbanken für das marode Honecker-Regime eingefädelt. Im Gegenzug wurden die Schikanen an der deutsch-deutschen Grenze gemindert, Minen und Selbstschußanlagen abgebaut.
SPIEGEL-Titel 31/1983: "Der neue Partner - Ostpolitiker Strauß, Westpolitiker Honecker"
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Franz Josef Strauß: Der 1988 verstorbene Politiker im Jahre 1985 bei den Feierlichkeiten anlässlich seines 70. Geburtstags in München. Strauß amtierte von 1978 bis zu seinem Tode als Ministerpräsident des Freistaates Bayern.
Helmut Schmidt und Erich Honecker: Ende 1981 war der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD, r.) zu einem Treffen mit dem DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker in die DDR gereist. Die Aufnahme entstand im Jagdhaus Hubertusstock am Werbellinsee bei Berlin am 12. Dezember 1981. CSU-Chef Franz Josef Strauß hatte zuvor lautstark vor so einem Schritt gewarnt, der eine implizite Anerkennung der DDR bedeute. Im Juli 1983 fuhr Strauß dann selbst völlig überraschend in die DDR.
Mielke mit Schalck-Golodkowski: Alexander Schalck-Golodkowski (r.), Stasi-Offizier im besonderen Einsatz und Haupt-Devisenbeschaffer der SED, im Gespräch mit Stasi-Chef Erich Mielke aus Anlass der Meisterehrung für den Fußballclub BFC Dynamo im Ost-Berliner Palast Hotel am 13. Juni 1986. Fußballfan Mielke war erster Vorsitzender der Sportvereinigung Dynamo.
Strauß auf dem CSU-Parteitag: Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß während seiner Rede auf dem kleinen Parteitag der CSU am 5. Februar 1983 in München. Auf dem folgenden Parteitag am 15./16. Juli wurde Strauß von den Delegierten für seine Rolle bei der Einfädelung eines Milliardenkredits für die DDR abgestraft - er wurde nur noch mit 77 Prozent der Stimmen wiedergewählt.
Aufnahme aus dem Film "Franz Josef Strauß - Ein Doppelleben" von Werner Biermann.
CSU-Parteitag 1982: In modischem Einklang präsentieren sich am 4. Juni 1982 der CDU-Parteivorsitzende und Fraktionsvorsitzende der Union Helmut Kohl (l.), CSU-Parteivorsitzender und Bayrischer Ministerpräsident Franz-Josef Strauß (Mitte) und CSU-Generalsekretär Edmund Stoiber auf dem Parteitag der Bayrischen Christlich-Sozialen Union (CSU) in der Münchner Bayernhalle.