Kambodscha Das grausame Erbe von Pol Pot
Kambodscha stellt sich seiner Vergangenheit. Beinahe jede Familie hat bei den Gräueln der Pol-Pot-Zeit jemanden verloren - seit Jahren läuft der Prozess. Ein Student schaut sich im Dezember 2011 die Porträts der Angeklagten an, die vor dem Gerichtssaal angeschlagen sind.
Doch für viele kommt der Prozess zu spät. Noch vor einem Urteil ist der Angeklagte Ieng Sary gestorben. Der frühere Außenminister musste sich wegen Völkermords, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen verantworten.
Weiter angeklagt ist aber der frühere Staatschef Khieu Samphan. Auch er ist schon 81 Jahre alt.
Auf den sogenannten Killing Fields finden sich bis heute immer wieder Skelette der Getöteten, die der Regen hervorspült. Die Totenköpfe Tausender Opfer werden an Gedenkstätten aufbewahrt.
In den Massengräbern wurden während der Pol-Pot-Zeit Tausende Kambodschaner verscharrt.
Dieses Bild stammt aus dem Jahr 1981, zwei Jahre nach dem Fall Pol Pots. Nach Angaben der Behörden waren die Gefangenen gefesselt und aneinandergebunden.
Diese Aufnahme von 1975 zeigt einen Soldaten der Roten Khmer, der Ladenbesitzer in Phnom Penh mit Waffengewalt dazu zwingt, ihre Geschäfte zu verlassen.
In der Erinnerungsstätte "S 21" wurden rund 20.000 Menschen umgebracht - in dem Museum sind Fußfesseln zu sehen, die in den siebziger Jahren vom Regime eingesetzt wurden. .
Vor der Rote-Khmer-Zeit war das Gebäude eine Schule, dann wurde es zum berüchtigsten Folterknast des Landes. Ein Blick in eine Zelle.