Kambodschas Killing Fields - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Kaing Guek Eav Chefhenker bei den Roten Khmer

Er folterte und mordete vier Jahre lang für die wahnwitzige Vison der Roten Khmer: Kaing Guek Eav gilt als "Heinrich Himmler Kambodschas". Demnächst kommt er vor Gericht - kurz vor Prozessbeginn hat er nun zum ersten Mal in einem Interview Einblick in die Abgründe der Jahre unter Diktator Pol Pot gewährt.
1 / 28

Opfer der Roten Khmer: Ein kambodschianischer Junge betrachtet im September 1995 die Skelette von etwa 2000 Opfern des Roten-Khmer-Regimes in einer Gedenkstätte. Unter der Führung des grausamen Pol Pot wütete die ehemalige Guerillatruppe von 1975 bis 1979 in Kambodscha.

Foto: Doug_Niven/ dpa
2 / 28

Chefhenker der Roten Khmer: Kaing Guek Eav alias 'Duch' (2-R), der ehemalige Chef des Roten-Khmer-Gefängnisses S-21 sitzt auf der Anklagebank während seines Prozesses im Kambodschanischen Phnom Penh am 3. Dezember 2007.

Foto: dpa
3 / 28

Duch: Der ehemalige Anführer der Roten Khmer Kaing Geuk Eav alias "Duch". Er befehligte das berüchtigte Gefängnis S-21.

Foto: AFP
4 / 28

Kaing Guek Eav: Die Richter im Prozess gegen einen der ehemaligen Anführer der Roten Khmer, Kaing Guek Eav, auch bekannt als "Duch", sitzen in einem Gerichtssaal im kambodschanischen Phom Penh

Foto: AP
5 / 28

Killing Field: Schädel und Knochen sind das einzige was von den Opfern des Roten-Khmer-Regimes geblieben ist. Offenbar wurden sie vor ihrer Exekution mit einem Seil zusammengebunden. Die Schreckensherrschaft in Kambodscha unter dem berüchtigten Pol Pot dauerte von 1975 bis 1979 und kostete unzählige Menschen das Leben.

Foto: D. GRAY/ AP
6 / 28

Pol Pot: Ein undatiertes Bild des ehemaligen Anführers der Roten Khmer in Kambodscha. Pol Pot und sein Schreckensregime herrschten über das südostasiatische Land von 1975 bis 1979.

Foto: DPA
7 / 28

Gruppenbild vor Folterzentrum: Kaing Guek Eav (2.v.r.), auch bekannt als Duch, Leiter des berüchtigten Gefängnisses S-21, steht 1977 mit einer Gruppe von Angestellten und unbekannten Kindern vor Tuol Sleng, einem Folterzentrum in Phnom Penh. Kambodscha wurde von 1975 bis 1979 von den Roten Khmer regiert, einer maoistischen ehemaligen Guerillatruppe.

Foto: AP
8 / 28

Kindersoldat: Ein junger Kämpfer der Roten Khmer patroulliert im April 1975 in den Straßen von Phnom Penh. Die Terrorherrschaft der maoistischen Gruppe über Kambodscha unter dem Anführer Pol Pot dauerte von 1975 bis 1979.

Foto: CLAUDE JUVENAL/ AFP
9 / 28

Straßenszene: Nur Stunden nachdem die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh am 17. April 1975 von den Truppen der Roten Khmer eingenommen wurde, durchsuchen bereits bewaffnete Kämpfer Zivilisten auf der Straße. Das Regime der maoistischen Gruppe unter dem Anführer Pol Pot dauerte von 1975 bis 1979. Fast 2 Millionen Menschen starben in dieser Zeit an Hunger, Krankheiten oder wurden zu Tode gefoltert.

Foto: AP
10 / 28

Erinnerung: In der Gedenkstätte "Choeung Ek" am Rande von Phnom Penh liegen Schädel von Opfern der Roten Khmer, die Kambodscha von 1975 bis 1979 beherrschten. Fast 2 Millionen Menschen ließen unter ihrer Herrschaft das Leben - in Anbetracht der Verletzungen, die an ihren Überresten zu erkennen sind - unter grausamen Umständen.

Foto: CHOR SOKUNTHEA/ REUTERS
11 / 28

Die Killing Fields nahe der Hauptstadt Phnom Penh

Foto: Henning Stolz
12 / 28

Foltergefängnis Tuol Sleng in Phnom Penh

Foto: Henning Stolz
13 / 28

Fotografien der Opfer im Foltergefängnis Tuol Sleng

Foto: Henning Stolz
14 / 28

Ausstellung in Tuol Sleng: Dieses Gemälde, das heute in der Tuol Sleng Gedenkstätte hängt, stammt von einem der 6 Überlebenden. Es ist Teil einer Serie über die Foltermethoden im berüchtigten Gefängnis S-21 der Roten Khmer.

Foto: Torsten Mansfeld
15 / 28

Tuol Sleng Genozid Museum: Von 17.000 Menschen überlebten hier gerade einmal 6. Heute ist die ehemalige Schule in Phnom Penh ein Museum, an dessen Eingang steht ein Schild steht: "don't smile".

Foto: Torsten Mansfeld
16 / 28

Wenn du gequält wirst, schreie nicht...!: Diese Tafel enthält die Regeln die für die Gefangenen in S-21 Tuol Sleng galten - absoluter Gehorsam gegenüber den Khmer Rouge-Aufsehern war die oberste Regel, und wer es wagte gegen die Regeln zu verstossen, wurde mit Elektroschocks bestraft. Für die Gefangenen ein Marsch durch die Hölle der fast immer in Choeung Ek endete.

Foto: Siegfried Ehrmann
17 / 28

Die letzten Opfer...: Vierzehn ermordete Gefangene wurden in S-21 aufgefunden nachdem sich die Khmer Rouge vor den anrückenden vietnamesischen Truppen aus Tuol Sleng abgesetzt hatten. Die Opfer wurden anschliessend auf dem Gelände beigesetzt.

Foto: Siegfried Ehrmann
18 / 28

Der Eingang zur Hölle: Das Ponhea Yat-Gymnasium wurde im Jahre 1976 durch die Khmer Rouge beschlagnahmt und in das berüchtigte S-21-Lager Tuol Sleng verwandelt. Der heutige Angeklagte Kang Kek Ieu, bekannter unter dem Namen Comrade Duch, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, niemanden lebendig aus dieser Folterstätte zu entlassen. Die meisten Opfer wurden nach wochen- und monatelangen Verhören und Folterungen nach Choeung Ek gebracht und dort ermordet.

Das Tuol Sleng Genocide Museum wird durch die kambodschanische Regierung in Zusammenarbeit mit dem Documentation Center of Cambodia (DC-CAM) unterhalten.

Foto: Siegfried Ehrmann
19 / 28

S 21 Tuol Sleng - Dokumentation: Die Geschichte des Gefängnisses S 21 Tuol Sleng - herausgegeben (2004) vom Tuol Sleng Genozid Museum in Partnerschaft mit dem Documentation Center of Cambodia (DC-CAM)

Foto: Siegfried Ehrmann
20 / 28

Männer, Frauen, Kinder...: ...sie alle wurden bei der Ankunft in S 21 Toul Sleng fotografiert bevor sie hier oder in Choeung Ek später von den Roten Khmer ermordet wurden

Foto: Siegfried Ehrmann
21 / 28

Nur Sonnenlicht...: ...gibt diesen krude gemauerten Einzelzellen in S 21, einem der Gefängnisse der Roten Khmer, in denen sich die Gefangenen ohne zu sprechen oft wochen- und monatelang aufhalten mussten, einen warmen Anschein

Foto: Siegfried Ehrmann
22 / 28

Um Munition zu sparen...: ...wurden die jüngsten Opfer im berüchtigten Gefängnis S 21 der Roten Khmer durch Schläge gegen diese Bäume ermordet

Foto: Siegfried Ehrmann
23 / 28

Dokumente des Horrors: Selbst die ermordeten Opfer wurden in S 21 Tuol Sleng fotografiert - um Angkar (der Führung des Roten Khmer Regimes) zu beweisen dass die Befehle von oben auch entsprechend ausgeführt worden waren

Foto: Siegfried Ehrmann
24 / 28

Choeung Ek Mahnmal: Stupa zur Erinnerung an die vielen Opfer der Killing Fields in Choeung Ek. Mit Lastwagen wurden die meisten Gefangenen aus dem Lager S 21 Tuol Sleng (Phnom Penh) an diesen Ort gebracht um anschliessend brutal von den Roten Khmer ermordet zu werden.

Foto: Siegfried Ehrmann
25 / 28

Choeung Ek Genozid Zentrum: Die Einfahrt zu den Killing Fields von Choeung Ek, mehr als 17.000 Menschen wurden hier brutal von den Roten Khmer ermordet

Foto: Siegfried Ehrmann
26 / 28

Horrende Zahlen...: ...die auf mehreren Hinweisschildern über die in Choeung Ek ermordeten Opfer der Roten Khmer informieren

Foto: Siegfried Ehrmann
27 / 28

Bitte nicht durch das Massengrab gehen: Auf den "Killing Fields" in Choeung Ek, das Exekutionszentrum der damaligen Roten Khmer, ist es auch sonst gruselig genug. Dieses Schild haut dem Fass den Boden raus. Offensichtlich gab es Leute welche aus Versehen mitten durch ein Massengrab liefen. Da die meisten Leute nicht wissen wie ein Massengrab aussieht - es unterscheidet sich nicht vom übrigen Gelände - stimmt die Szenerie umso nachdenklicher.

Foto: Luc de Louw/Luc de Louw
28 / 28

"Magic Tree", der magische Baum von Choeung Ek: Um die in Choeung Ek auf den Tod wartenden Gefangenen nicht zu verunsichern wurden die Schreie der sterbenden durch Lautsprecher übertönt welche an diesem Baum angebracht wurden

Foto: Luc de Louw/Luc de Louw
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?