Kanada: Eis-Cidre in Quebec - DER SPIEGEL
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Kühler Drink Eis-Cidre aus Kanada

Man nehme: aromatische Äpfel, bittere Kälte und ein Eichenfass. Nach der Gärung kommt der fruchtig-süße Eis-Cidre heraus, die vor allem in der kanadischen Provinz Québec hergestellt wird. Seine Herstellung erfordert viel Geduld.
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Flaschen von Michel Jodoin: Eis-Cidre ist eine Spezialität, die vor allem in Québec hergestellt wird.

Foto: Marie Neiswirth
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Le Mondial des Cidres de Glace, das internationale Fest des Eis-Cidre: Jedes Jahr am Wochendende um den Valentinstag kommen in Rougemont zahlreiche Produzenten des süßen Weines zusammen.

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In einem riesigen Zelt werden eigens Eisskulpturen angefertigt, über Tage hinweg arbeiten verschiedene Künstler an ihnen.

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Sie geben auch den kleinen Cider-Flaschen einen kühlen Rahmen.

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Anouschka Bouchard produziert in Dunham Cidre de Glace. Zusammen mit ihrem Mann und zwei Freunden hat sie dort eine Apfelplantage gekauft - und macht nun neben dem Süßwein auch verschiedene Sorten normalen Cidre und ihre Spezialität, Fire Cider.

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Cryomalus heiß der Ice Cider, den Daniel Brongo herstellt. Auf seinen schicken Flaschen weist er genauestens aus, welche Apfelsorten zu dem süßen Dessertcidre verarbeitet werden.

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Wäre Rougemont in den Vereinigten Staaten, würde auf diesem Schild sicher so etwas stehen wie "Apple Capital of the State". Die Kanadier lassen es etwas bescheidener angehen - auch wenn der überdimensionierte Apfel genau zeigt, worum sich in dem Ort alles dreht.

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Auch dieser Wegweiser bietet viele Anhaltspunkte dafür, welche Bedeutung hier die Äpfel haben.

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So sehen Äpfel aus, die den Frost in Québec über sich ergehen lassen müssen. Temperaturen bis zu 20 Grad minus sind auch im Süden der Provinz keine Seltenheit.

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Hugo Poliquin ist ein großer Verfechter der "Cryoextraction". Dabei werden die Äpfel so lange an den Bäumen hängen gelassen, bis der Frost recht streng wird. Erst dann werden sie geerntet und der süße Saft direkt aus den gefrorenen Früchten gepresst.

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Eric Vincent ist der Fachmann in der Cidrerie von Michel Jodoin: Er kennt sich mit den Apfelsorten und der Herstellung des Süßweines aus. Und er erklärt jedem Interessierten den Prozess mit Engelsgeduld.

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Kaum eine Straße in Rougemont, in der es keine markante Cidrerie gibt - oft sind die Gebäude in rot gestrichen und strahlen so wie die reifen Äpfel.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?