Karaoke-Erfinder - DER SPIEGEL
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Karaoke-Erfinder Ei dit it mei wäääihhhhh!!!

Sie ist die Performance-Krücke für verkannte Goldkehlchen und betrunkene Rampensäue: 1971 begann der Siegeszug der Karaoke-Maschine. Ihren Erfinder aber kennt kaum jemand. einestages über den Unglücksraben, der die ganze Welt zum Singen brachte - und trotzdem kein Millionär wurde.
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Ein Mann, ein Mikro: Der Japaner Daisuke Inoue erfand 1971 die Karaoke-Maschine, indem er einen Verstärker, einen Kassettenrecorder und ein Mikrofon zusammenbaute. Seine Erfindung nannte er "8 Juke".

Foto: KOJI SASAHARA/ AP
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Mobiles Entertainment: Die Japaner verzichten ungern auf eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen - auch nicht zum traditionellen Kirschblütenfest wie hier 1993 in Fukuoka. Wenn man nicht zu Hause vor dem Bildschirm sitzen mag, kommt der Fernseher einfach mit in den Park.

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Vier mit Bier: Engländer - wie diese Kameraden, die 1990 in einer Londoner Bar zum Mikro greifen - nehmen Karaoke offensichtlich nicht ganz so ernst wie viele Asiaten.

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Stimmung bis die Stimme streikt: 2007 sang die Südkoreanerin Kim Seok-Ok 59 Stunden und 48 Minuten nonstop Karaoke und stellte damit einen inoffiziellen Weltrekord auf. Pro Stunde durfte sie nur ein paar Minuten ihre Stimme schonen.

Foto: REUTERS
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Karaoke-Therapie: In Japan gibt es Karaoke-Etablissements, die ihren Gästen einen besonderen Zusatzservice bieten. Hier greift man nicht nur zum Mikrofon, sondern auch zu Porzellanvasen, die man zum Stressabbau genüsslich zerdeppern darf. Das Bild zeigt eine 23-jährige Postangestellte beim Anti-Aggressionstraining in der Karaoke-Lounge "Time Machine" im Jahr 1996. Kostenpunkt: schlappe 435 US-Dollar.

Foto: AP
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Rockstarfeeling garantiert: Auch Formel-1-Piloten vergnügen sich gern auf die japanische Art. 1996 feierte der Engländer Damon Hill seinen Weltmeistertitel beim japanischen Live-Karaoke. Hier wird man von einer echten Band begleitet.

Foto: REUTERS
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Lasset die Kinder zu ihm singen: Die japanische Spielzeugfirma Tomy präsentierte 2008 die angeblich kleinste Karaoke-Maschine der Welt. Zielgruppe für den sieben Zentimeter kleinen Würfel mit LCD-Display, Kopfhörern und Mikrofon sind Kinder, die zu jung für Karaoke-Bars sind.

Foto: AFP
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Ein-Mann-Band: Ein blinder Karaoke-Sänger wandert 2004 durch die Straßen Bangkoks, um etwas Geld zu verdienen. Auch in Thailand ist Karaoke enorm beliebt. 2007 fanden hier die Weltmeisterschaften statt, die seit Anfang des neuen Jahrtausends organisiert werden.

Foto: AP
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Karaoke-Queen: Yumiko Fujii (links) holte 2002 beim "All-Japan Karaoke Throne Battle", dem Wettkampf um die Karaoke-Krone des Landes, den ersten Platz. Das Bild zeigt sie beim Duett mit dem Zweitplazierten Nakao Matsunaga.

Foto: AP
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Ebenso in China: Auch dort singt man gerne mal an der frischen Luft.

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Same same but different: Der US-Amerikaner Brian Raftery, der in vielen Ländern Karaoke gesungen und ein Buch daüber geschrieben hat ("Don't stop believin'. How Karaoke conquered the world and changed my life"), kennt die kulturellen Unterschiede des Phänomens genau. "In Asien nehmen es die Leute sehr, sehr ernst. Sie wählen emotionalere Songs und tragen sie emotionaler vor. Viele bleiben sehr still und konzentriert. In Japan teilt man nicht so häufig das Mikrofon." Die beiden jungen Damen auf dem Foto, die 1993 in Tokio ein Duett singen, sind da schon eher eine Ausnahme.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?