Karbonisierung Schnelle Kohle
Druckbehälter: "Hydrothermale Karbonisierung" nennen die Wissenschaftler ihre Prozedur. Zwölf Stunden bei einer Temperatur von 180 Grad Celsius unter Zugabe von Zitronensäure als Katalysator genügen, um die Biomasse eine Verwandlung vollziehen zu lassen, die in einem Kohleflöz mehrere Millionen Jahre dauerte
Entscheidender Vorteil: Die Karbonisierung der Golmer Forscher erhält nahezu den gesamten in der Pflanze gespeicherten Kohlenstoff, der bei anderen Verfahren zu großen Teilen als gasförmiges Kohlendioxid entweicht
Kohlenstoff: Unter Hitze und Druck verändert sich die Molekularstruktur der Pflanzen. Ihre Grundbausteine Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff gehen andere Verbindungen ein. Übrig bleibt nahezu reiner Kohlenstoff, meist als feiner Staub, sowie Wasser
Pinienzapfen (Detail): Pflanzenreste verschiedenster Herkunft - vom Tannenzapfen bis zur Apfelsinenschale - taugen für die Karbonisierung. Die Methode verwertet die gesamte Biomasse, nicht bloß die Fruchtkörper