Karneval in Montevideo - DER SPIEGEL
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Karneval in Montevideo 40 Tage im Tanzrausch

Politisch, unterhaltsam, kunstvoll: Der Karnevalsumzug in Montevideo kann schon mal länger als einen Monat dauern.
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Der längste Karneval der Welt? In Montevideo kann die Feier schon mal bis zu 40 Tagen dauern.

Foto: Matilde Campodonico/ AP
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In Uruguay finden sich verschiedene Kategorien von Karnevalsgruppen: Die beiden traditionellsten sind die "Murgas" (spanischen Ursprungs) und die "Lubolos" (afrikanischen Ursprungs) mit ihrer Musikpantomime "Candombe".

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Der Ursprung des Candombe reicht vor der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Er entstand während des Kolonialismus, als afrikanische Sklaven nach Uruguay verkauft wurden, ihren eigenen Rhythmus entwickelten, der die Rituale ihrer Gottheiten begleitete.

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Als die Sklaverei endgültig abgeschafft wurde, begannen die ehemaligen Sklaven, die jetzt uruguayischen Bürger waren, sich neu zu formieren und sich in Nachbarschaften wie Sur und Palermo niederzulassen. Candombe vereinte sie und erinnerte sie an ihre gemeinsame Vergangenheit.

Foto: ANDRES STAPFF/ REUTERS
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Es gab eine Zeit, da hatte jede schwarze Wohnsiedlung ihre eigene Candombe-Truppe ("Comparsa"). Die für jeden Ort unterschiedliche Trommeleinlage wurde verwendet, um die Leute zu Versammlungen zu rufen. Daran erinnert der Name "Desfile de las Llamadas" ("Parade der Rufe").

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Warten auf "Las llamadas": Eine Frau vertreibt sich die Zeit und trinkt Mate, ein traditionelles koffeinhaltiges Getränk.

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Singende Comparsa, Tanzaparaden auf den Straßen, Bühnen und Sommertheater, doch die wichtigste Figur ist der Fahnenschwinger.

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Die Tänzerinnen und Tänzer stellen verschiedene traditionelle Figuren dar, beispielsweise den Medizinmann (gramillero), die alte Mutter (mama vieja) und den Besenschwinger (escobero).

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