Karriere in der Provinz - DER SPIEGEL
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Lockangebote für Nachwuchskräfte Karriere in der Provinz

Walldorf statt Washington, Schwäbisch Gmünd statt Shanghai. Viele deutsche Konzerne haben ihren Sitz in der Provinz - und lassen sich einiges einfallen, um Nachwuchskräfte aufs Land zu locken. Da wird für jedes Baby ein Baum gepflanzt, gemeinsam im Garten meditiert oder in der Sauna geschwitzt.
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Endstation Gütersloh: Anna Fedulow, 27, ist in Moskau geboren, hat in Reutlingen, London, Paris und Berlin studiert und arbeitet jetzt als Associate in der Controlling- und Strategieabteilung der Bertelsmann AG - in Gütersloh. "Der Ort hat mich bei meiner Entscheidung ehrlich gesagt schon länger zögern lassen", sagt Fedulow. Die Entwicklungsmöglichkeiten im Job und die Atmosphäre im Unternehmen überzeugten sie schließlich. Ein typischer Fall: Damit die Hochqualifizierten ihren Weg in die Provinz finden und sich dort wohl fühlen, bieten Unternehmen wie Bertelsmann neben interessanten Arbeitsplätzen zahlreiche Zusatzleistungen an. mehr...

Foto: Bertelsmann
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Fachwerk mit Omis: Vor dem Stadtmuseum in Gütersloh kann man idyllisch Kaffee trinken. Die Einwohner sind stolz auf ihre Fachwerkhäuser und das viele Grün: 28.000 Bäume haben sie gezählt. Statistisch gesehen gibt es also einen Baum für drei Bürger.

Foto: Detlef Güthenke/ Stadt Gütersloh
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Gemütlich shoppen: In der Fußgängerzone von Gütersloh locken viele kleine Geschäfte, im Hauptbahnhof gibt es Fahrkartenschulungen für Senioren. "Wer sagt, Gütersloh hätte für Jugendliche nichts zu bieten, der wird schnell merken, dass er sich geirrt hat", heißt es auf der Internetseite des Städtchens, dazu gibt es drei Links: zu einem Skaterpark, einem Kulturzentrum und einem Freibad.

Foto: Detlef Güthenke/ Stadt Gütersloh
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Kleine Weltstadt: Den Flair der großen weiten Welt bringen Miele und Bertelsmann nach Gütersloh. Die beiden Konzerne haben hier ihren Hauptsitz - und locken Mitarbeiter aus der ganzen Welt in das Städtchen, etwa mit Sprach- und Sportkursen und Kinderbetreuungsangeboten.

Foto: Stadt Gütersloh
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Traumjob mit Haken: Für Pharmazeutin Kathrin Schmich war der Arbeitsort zunächst der einzige Wermutstropfen beim Traumjob: "Schwäbisch Gmünd ist natürlich ein Faktor, weswegen ich mir zweimal überlegt habe, mich bei Weleda zu bewerben."

Foto: Weleda
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Kinderprogramm: Schwäbisch Gmünd ist 50 Kilometer von der nächsten Großstadt entfernt. Bei Weleda setzt man deshalb auf ein vielfältiges Zusatzprogramm: Flexible Arbeitszeiten und Home-Office, eine betriebseigenen Waldorf-Kindertagesstätte, Yoga-Kurse, Massagen. Und nach jeder Geburt wird im Firmengarten ein Birkenbäumchen gepflanzt.

Foto: Stefan Puchner/ picture-alliance/ dpa
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Arbeitgeber auf dem Prüfstand: Letztendlich waren es nicht der Garten vor der Kantine, das Bio-Essen oder die gratis Yoga-Stunden, die Kathrin Schmich überzeugt haben, sondern die Atmopshäre beim Bewerbungsgespräch: "Es wurden nicht einfach der Lebenslauf oder Bildungsfakten abgefragt. Ich hatte das Gefühl, man ist wirklich an meiner ganzen Persönlichkeit interessiert."

Foto: Weleda
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Schlagzeilen mit dem Frei-Bud: Für Furore sorgten die Einwohner von Schwäbisch Gmünd, als sie erst einen Tunnel, dann ein Freibad nach Bud Spencer benennen wollten. Aus der Tunnelwidmung wurde leider nichts, dafür kam Bud Spencer sogar persönlich zur Freibad-Umbenennung.

Foto: dapd
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Mittagessen gratis: Der Software-Riese SAP hat seinen Sitz im baden-württembergischen Walldorf und versüßt den Umzug in das 15.000-Einwohner-Örtchen mit vielen Angeboten: Auf dem Gelände gibt es Tennis-, Fitness- und Saunaanlagen. Ist der Nachwuchs trotz Kita-Vermittlung unbetreut, stehen Eltern-Kind-Notfallbüros mit Spielzimmer zur Verfügung. Ein Arbeitszeitkonto wird mit Überstunden gefüllt und kann etwa für Bildungsauszeiten und Sabbaticals verwendet werden. Und das Mittagessen ist für alle Mitarbeiter umsonst.

Foto: dapd
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