Kaschmir Die fatalen Folgen der Unruhen
Ein junger Mann in einem Krankenhaus mit den typischen Verletzungen der "pellet guns", die Streumunition abschießen.
In vielen Krankenhäusern der Region sind ähnliche Fälle eingegangen. Die Waffen mit den millimetergroßen großen Projektilen werden von der Polizei eingesetzt.
Die Sicherheitskräfte versuchen so, die Aufstände in der Krisenregion in den Griff zu bekommen.
Vor etwa zwei Wochen sind dort propakistanische Proteste ausgebrochen, nachdem der islamistische Rebellenführer Burhan Muzaffar Wani von indischen Soldaten getötet worden war.
Die Aufständischen greifen seitdem Polizeiwachen und Militäreinrichtungen an. Mindestens 32 Menschen kamen bislang ums Leben, mehr als 1800 wurden verletzt.
Viele dieser Verletzungen stammen nach Angaben von Hilfsorganisation von dem Einsatz der "pellet guns". Eigentlich soll damit nur unterhalb des Knies gezielt werden.
"Aber viele Polizisten halten sich nicht daran", sagt der indische Arzt Farooq Ahmed Kalloo. Er koordiniert die medizinische Versorgung der Protestierenden durch ehrenamtliche Organisationen vor Ort.
An ein baldiges Ende der Gewalt in Kaschmir glaubt er nicht: "Die letzten Aufstände haben drei Monate gedauert. Ich bin mir sicher, dass die Proteste hier auch weitergehen werden."