Fotostrecke Putzwunder Katzenzunge
Katzen sind äußert reinliche Tiere: Sie verwenden bis zu 24 Prozent ihrer Wachzeit für die Fellpflege mit der Zunge.
Auf der Oberseite tragen Katzenzungen Hunderte Widerhaken aus Keratin, sogenannte Papillen, die gewöhnlich nach hinten stehen.
Sie sind besonders gut geeignet, um auch die unteren Schichten des Katzenfells zu erreichen.
Mit der Funktion der Katzenzunge beschäftigte sich jetzt eine neue Studie von Alexis Noel und David Hu vom Georgia Institute of Technology in Atlanta.
Um genauer beobachten zu können, wie die Tiere ihre Zunge für den Reinigungsprozess benutzen, setzten Forscher besondere Videotechnik ein.
Beim Lecken lege die Zunge im Mittel 6,3 Zentimeter zurück, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22 Zentimetern pro Sekunde - ein einzelner Leckvorgang dauert also deutlich weniger als eine Sekunde.
Die Zungen der Tiere tragen im zentralen vorderen Teil besonders große Papillen. Dieses Areal ist entscheidend: "Je größer die Papillen, desto tiefer können sie bei der Pflege ins Fell eindringen", schreibt das Duo.
Der Speichel enthalte Enzyme, die Blut und andere Verunreinigungen lösen könnten. "Zudem kühlt der Speichel beim Verdunsten die Haut", betonen die Forscher.