Afrika Kenia eröffnet erste neue Bahn seit mehr als einem Jahrhundert
Die 472 Kilometer lange Strecke von Mombasa nach Nairobi kostete rund 3,8 Milliarden US-Dollar. China hat die Strecke finanziert und größtenteils gebaut.
"Heute ist ein historischer Tag", schrieb der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Wir sind eine Nation, die stolz ist auf unsere Leistung und Fokus auf Transformation."
Mit dem Projekt will Kenia Transportkosten für Güter senken, die Mobilität von Menschen erleichtern und neue Jobs schaffen.
Der kenianische Präsident Kenyatta eröffnete am Mittwoch die Strecke.
Die neue Strecke soll Teil eines Bahnnetzes werden, das auch die Nachbarländer Uganda, Ruanda und Südsudan mit Mombasa - einem der größten Häfen Ostafrikas - verbinden soll.
Die Regierung erhofft sich durch sie einen Anstieg der Wirtschaftsleistung des Landes von 1,5 Prozent pro Jahr und will den dafür aufgenommenen Kredit bei Chinas Export-Import-Bank bereits innerhalb weniger Jahre zurückzahlen.
Die alte Bahn wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der britischen Kolonialmacht in Kenia erbaut. Die Zugreise von Mombasa nach Nairobi, die bislang rund zehn bis zwölf Stunden dauerte, wird nun viereinhalb Stunden dauern.
Ein einfaches Bahnticket soll demnach zunächst 900 kenianische Schilling (rund 7,80 Euro) kosten.
Eine weitere Strecke, die Nairobi mit der ugandischen Grenze verbinden soll, werde derzeit gebaut.
Es ist das größte Infrastrukturprojekt des Landes seit der Unabhängigkeit im Jahr 1963.