Kenia Kampf der Kuhhirten
Die Krieger der Pokot sind stolze Männer, viele von ihnen sind erfahrene Kämpfer.
Auch dieses Mitglied des kenianischen Stammes ist stolz auf seine Waffen.
Vieh ist ihre Lebensgrundlage. Die Pokot treiben es oft viele, viele Tagesmärsche weit bis zur ugandischen Grenze.
Stolz sind die Männer vom Stamm der Pokot auch auf ihren Zusammenhalt.
Joseph Lonapaluk ist ein "reformed warrior". Er ist eine Art Hilfspolizist, der versucht die jungen Männer davon abzuhalten, Vieh zu stehlen. Er ist Teil eines Projekts gegen Waffengewalt, das auch mit Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert wird.
Auch ein Schnellfeuergewehr wird gerne verwendet. An Waffen zu kommen, ist nicht schwer.
Gorrety Ajwang (2. v. r.) wäre froh, wenn die Pokot-Krieger weniger Ketten um ihren Hals tragen würden. Darum versucht sie die Krieger zu überzeugen, von Viehraub und Waffen zu lassen.
Die Krieger greifen oft aus purer Verzweiflung zu den Waffen. Je länger die Dürrezeit dauert, desto weniger ist in den Kochtöpfen.
Haben die Krieger nicht genügend Kühe, rauben Manche sie von den Nachbarn.
Viele der Krieger sind vom Kämpfen müde. "Zu viele Freunde sind gestorben", sagt einer.
Viele ihrer Vorfahren stammten aus fruchtbaren Gebiet. Noch zu Kolonialzeiten wurden sie in die Steppe verdrängt. Auf dem Land bauten Großgrundbesitzer Farmen auf. Heute müssen die Pokot-Kuhhirten Abgaben zahlen, wenn sie dort ihre Vieh weiden, um nicht völlig ausgehungerte Tiere zu verkaufen.