Keplersche Vermutung 400 Jahre altes Problem gelöst
Wie muss man Kugeln schichten, damit der Raum optimal genutzt wird? Die von Kepler stammende Lösung ist einfach - der Beweis sehr schwierig. Er erfordert Computerhilfe und ist kaum zu überprüfen. Nun hat ein Mathematiker einen formalen Beweis vorgelegt.
Orangenpyramide: Wer Kugeln stapelt, macht dies intuitiv auf eine Weise, die den Raum optimal nutzt. Kepler vermutete schon vor 400 Jahren, dass diese Schichtung die dichtestmögliche ist konnte es jedoch nicht beweisen.
Anordnung im Raum: Es gibt zwei eng miteinander verwandte Möglichkeiten, Kugeln dichtestmöglich zu stapeln. Sie unterscheiden sich nur minimal in der Position der Kugeln in der dritten Schicht. Die eine Variante heißt kubisch-flächenzentrierte und die andere hexagonale Packung. Die Dichte ist in beiden Fällen gleich: knapp über 74 Prozent.
Foto: Andreas Loos / FU Berlin
Mathematiker Thomas Hales: "Ein großes Problem, seit Jahrhunderten ungelöst: Wer will da nicht der Erste sein?"
Foto: SPIEGEL ONLINE
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